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Netzwelt

08. Dezember 2016 | 07:02 Uhr

Breyers Netzwelt : „Smart Meter“: Der Spion am Stromzähler

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fünf Gründe, warum Sie keinen Spionagezähler ins Haus lassen sollten.

Die Bundesregierung will einen flächendeckenden Austausch aller Stromzähler durch digitale Verbrauchsaufzeichnungsgeräte („Smart Meter“) vorschreiben. Sogar eine Fernübertragung des Stromverbrauchs soll eingebaut werden dürfen – ohne Widerspruchsrecht der Verbraucher. Fünf Gründe, warum Sie dagegen protestieren sollten:

1. Die digitalen Zähler erfassen Ihren Stromverbrauch auf 15 Minuten genau. Diese Daten verraten viel darüber, welche Geräte wann in Betrieb waren, wie viele Personen zu Hause waren und was diese wann getan haben.
Nicht nur der Ehepartner kann sich dafür interessieren, sondern beispielsweise auch Einbrecher auf der Suche nach leeren Wohnungen.
Mithilfe der Verbrauchsaufzeichnungen kann tief in unsere Privatsphäre eingedrungen werden.

2. Das „Smart Metering“ kostet Sie Jahr für Jahr bis zu 90 Euro zusätzlich. Ein flächendeckender Einbau droht einen gesamtwirtschaftlichen Schaden in Höhe von hunderten von Millionen von Euro zu verursachen.

3. Pilotversuche belegen, dass digitale Zähler bei den wenigsten Haushalten zu einer Verbrauchseinsparung führen. Die Verbraucherzentrale kritisiert: „Hightech in den Kellern bringt den Verbrauchern kaum Mehrwert, dafür aber dauerhafte Kosten“.

4. Die österreichische Ärztekammer warnt vor Gesundheitsrisiken durch erhöhte Strahlenbelastung. Kinder sollen Studien zufolge besonders gefährdet sein. Österreicher und Niederländer dürfen Smart Meter ablehnen – in Deutschland ist dies nicht vorgesehen.

5. Digitale Messsysteme können eine Fernabschaltung der Stromversorgung ermöglichen. Die Stromkonzerne sehnen die Möglichkeit herbei, säumigen Kunden den Strom aus der Ferne abzudrehen. Experten warnen aber, auch Hacker könnten in Zukunft den Strom in ganzen Stadtteilen lahm legen.

Insgesamt ist der Einbau der Spionagegeräte als Gelddruckmaschine für die Industrie einzuordnen, die nichts mit Effizienz und Umweltschutz zu tun hat, sondern milliardenschwere Belastungen der ohnehin schon gebeutelten Stromverbraucher nach sich zu ziehen droht. 70 Prozent der Bürger sind gegen einen Zwangseinbau digitaler Stromzähler – und Sie?

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erstellt am 28.Nov.2015 | 08:00 Uhr

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