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Netzwelt

03. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

Tipps : Schutz und Pflege: So lebt das Smartphone länger

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit dem Smartphone ist es wie mit dem eigenen Körper: Ein guter Schutz kann den täglichen Begleiter vor schädlichen Viren oder hässlichen Kratzern bewahren. Mit ein paar Tipps lebt das Handy länger.

Das Smartphone ist für viele als täglicher Begleiter kaum noch wegzudenken. Doch wer ständig damit arbeitet, muss besonders auf die Sicherheit des Geräts achten.

Virenschutz

„Erst denken, dann klicken“, ist der erste Tipp eines Sprechers des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Während Apple- und Windows-Phones die Installation von Anwendungen außerhalb der offiziellen App-Stores nur über Umwege zulassen, kann ein Android-Gerät mit wenigen Einstellungen ein offenes Tor für Viren und Schadsoftware werden. „Installieren Sie Apps nur aus offiziellen App-Stores. Dort werden sie vor der Veröffentlichung überprüft und sind relativ sicher“, betont der BSI-Sprecher. Android-Nutzer sollten in den Einstellungen nur die Installation von Apps aus offiziellen Quellen erlauben.

Das unabhängige Institut AV-TEST hat 25 Security-Apps für Android getestet. 16 Angebote erhielten dabei die Bestwertung. Absolut fehlerfrei mit je 100 Prozent Erkennung schnitten die Apps „Baidu Mobile Security“, „Bitdefender Mobile Security“, „CM Security“, „Sophos Mobile Security“ und „Tencent We Secure“ ab. Viele Apps sind kostenlos verfügbar. Über In-App-Käufe erhält man Premium-Features wie Anti-Diebstahlfunktion, Anrufblocker oder Datenverschlüsselung.

Vorsicht bei Cleaner-Apps

Reinigungsapps wie „CCleaner“ oder „GoSpeed“ sollen eigenständig unnötige Daten auf dem Smartphone identifizieren und löschen und so dafür sorgen, dass das Gerät wieder schneller läuft. Doch solche Anwendungen sind mit Vorsicht zu genießen, berichtet die Webseite Techbook. Die Apps löschten oft Hintergrunddaten, die noch gebraucht würden. Dabei kann das Smartphone sich überflüssiger Daten selbst entledigen – in den Betriebssystemen ist in der Regel eine intelligente Systemverwaltung integriert, die dafür sorgt, dass nicht benötigte Daten aus dem Arbeitsspeicher gelöscht werden. Außerdem löschen viele dieser Aufräumprogramme die Daten im Cache – hier werden Informationen, beispielsweise von Webseitenbesuchen, hinterlegt, die dann beim nächsten Besuch der Internetseite nicht erneut heruntergeladen werden müssen. Das spart sowohl Zeit beim Aufbau der Seite als auch Datenvolumen. Nicht mehr benötigte Daten sollten manuell aus dem Cache gelöscht werden.

Schnittstellen schließen

Wer alle Türen öffnet, lässt schnell ungewollte Gäste herein. „Deaktivieren Sie Schnittstellen, die Sie nicht dauerhaft benötigen“, sagt der BSI-Sprecher. Zwar seien WLan, Bluetooth und NFC praktisch – „sie bieten aber alle Zugang zu Ihrem Smartphone und sollten nur aktiviert werden, wenn sie benötigt werden.“ Zum Problem können zum Beispiel öffentliche WLan-Hotspots werden. „Da hier alle Nutzer das gleiche Passwort und damit den gleichen Schlüssel verwenden, können Nutzer im gleichen Netzwerk alles mitlesen, was Sie im Internet tun“, sagt der BSI-Mitarbeiter.

Deswegen sollte man hier auf verschlüsselte Verbindungen achten – in der Adresszeile zu erkennen an „https“. Ebenso sollte man bei öffentlichen Zugängen zurückhaltend mit sensiblen Daten umgehen.

Daten verschlüsseln

Eine gute Verschlüsselung macht Datendieben das Leben schwerer. Rottinger empfiehlt die kostenlose Anwendung „CM Security Antivirus Applock“ für iOS und Android. „Anwender legen einen Sperrcode fest und wählen Apps aus einer Liste aus, die durch den Applock geschützt werden sollen“, sagt Rottinger. Wer die App öffnen will, muss den Sperrcode eingeben. Außerdem können Smartphones Daten mit Standard-Einstellungen verschlüsseln. Dafür gibt es bei Android eine Option in den Einstellungen zur Gerätesicherheit. Daten auf dem iPhone sind automatisch verschlüsselt.

Akku schonen

Die Akkulaufzeit hängt vor allem von Gerät und Nutzungsintensität ab. Können Apps beim Stromsparen helfen? „Der Energiesparmodus, der bereits vom Betriebssystem zur Verfügung gestellt wird, reicht aus“, sagt Rottinger. Schließlich kenne der Hersteller die Spezifikationen des Geräts am besten und könne darauf das Energiespar-Feature optimieren. Auch hier kann es helfen, nicht benötigte Features wie WLan, GPS und Bluetooth zu deaktivieren. Apps, die im Hintergrund laufen, sollten geschlossen werden.

 
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