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Netzwelt

27. September 2016 | 10:42 Uhr

Henningsens Netzwelt : Schluss mit Emojis und Tralala

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Messenger sind out, die gute alte SMS kehrt zurück, meint unser Kolumnist.

Heimlich, still und leise tut sich etwas auf meinem Handy. Zwischen Whatsapp und Facebook Messenger schiebt sich eine App in den Vordergrund, die ich eigentlich schon vergessen hatte. Und die demnächst vom Startschirm auf einen Platz auf den hinteren Seiten verbannt worden wäre: die SMS-App. Wer, bitteschön, schreibt denn noch Textbotschaften jenseits der Messaging-Apps? Nachrichten ohne bunte Emojis und ohne blaue Empfangshaken?

Whatsapp hat der SMS nahezu den Garaus gemacht, seit es 2009 veröffentlicht wurde. Text- und Bildnachrichten via Internet, endlich ohne die horrenden Gebühren auf der Handyrechnung. Damals waren noch Wucherpreise von 20 Cent je SMS und 39 Cent je MMS üblich. Ein lukratives Geschäftsmodell, das mit der Verbreitung des mobilen Internets zusammengebrochen ist.

Wer nicht gerade in einem Alttarif gefangen ist, bekommt den Kurznachrichtendienst heute meistens kostenlos draufzu, als Bestandteil seiner Flatrate. Und damit steht der Renaissance der SMS nichts mehr im Wege.

Das spricht sich langsam herum. Auf meinem Handy landen mittlerweile wieder täglich SMS in der Nachrichtenleiste. Je 160 Zeichen, ohne Spielkram. Und ohne Beobachtung durch Google, Facebook & Co. – das gefällt sogar der Aluhut-Fraktion und den Reichsbürgern. Vor allem aber ist die SMS grenzenlos kompatibel, was die Messenger nicht von sich behaupten können.

Okay, ein bisschen Retrokult schwingt dabei natürlich auch mit. Die Erinnerung an die glorreichen Zeiten mit dem Nokia x und Motorola y. Nächste Woche feiern wir an dieser Stelle dann die Wiederentdeckung der Telefon-Funktion. :-)

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von
erstellt am 20.Sep.2016 | 11:05 Uhr

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