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Netzwelt

05. Dezember 2016 | 21:50 Uhr

Henningsens Netzwelt : Schläfer in der Datenbank

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

iPhone 7 – wer braucht denn sowas? Unser Autor spart beim Smartphone für das „next big thing“.

Ein neues iPhone? Schnarch! Die Zeiten sind längst vorbei, als alle Welt fieberhaft auf eine Neuheit aus den Apple-Laboratorien gewartet hat. Und das ist gut so. Genauso wenig wie die Leistungsdaten des neuesten Aldi-PCs jemanden vom Hocker reißen. Da teilen Smartphones und Computer das gleiche Schicksal – beide sind im Massenmarkt angekommen, der Markt ist gesättigt. Überraschungen gibt es genauso wenig wie beim Kühlschrank oder der Waschmaschine. Alles Geräte, die länger halten als die zwei Jahre Laufzeit eines Handyvertrages. Ein drei, vier Jahre altes Smartphone verrichtet seinen Dienst praktisch genauso gut wie das neueste Topmodell. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Selbst auf der Berliner Funkausstellung war nichts wirklich Revolutionäres zu sehen. Samsung und LG hatten riesige Hallen angemietet, doch außer einer netten Smartwatch war da nicht viel zu sehen. Die Elektronikindustrie tritt auf der Stelle, es fehlt das „next big thing“.

Gehen Sie also pfleglich mit Ihrem Handy um, dann leistet es noch lange treue Dienste. Schade nur, dass viele Handykunden sich an den monatlichen Posten auf ihren Kontoauszügen gewöhnt haben und Kosten von 40, 50 Euro oder mehr nicht infrage stellen. Schließlich ist das nichts anderes als die Ratenzahlung für das neue Handy. Mobilfunkverträge ohne Hardware gibt es auf dem Markt auch – die beginnen bei sieben bis zehn Euro. Für eine Allnet-Flatrate, die alle Inlandstelefonate abdeckt, mitsamt mindestens einem halben Gigabyte Datenvolumen, wohlgemerkt. Sogar beim Branchenprimus, der sich gerne für das „beste Netz Deutschlands“ rühmt.

Am liebsten sind den drei Netzbetreibern und den Providern natürlich die „Schläfer“ in der Kundendatenbank, die seit Jahren in teuren Tarifen verharren. Kleiner Tipp: Einfach mal kündigen. Sie werden erstaunt sein, wie großzügig ein Anbieter sein kann, bevor er einen Kunden ziehen lässt.

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erstellt am 07.Sep.2016 | 18:18 Uhr

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