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Netzwelt

23. März 2017 | 21:17 Uhr

DOSB und IOC : #Rio2016: Olympia-Hashtags soll nicht jeder nutzen dürfen

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Unternehmen wird verboten, Olympia-Hashtags zu benutzen, wenn sie keine offiziellen Sponsoren sind.

Rio de Janeiro | Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hält sich mögliche Schritte gegen inoffizielle Sponsoren wegen der Nutzung des Twitter-Hashtags „Rio2016“ offen. „Wir werden natürlich den Markt beobachten und reagieren, wenn es nötig is“, sagte eine DOSB-Sprecherin. Man sei seit Monaten mit Unternehmen und Athleten in ständigem Austausch zu diesem Thema.

In den Richtlinien des DOSB heißt es: „Ein Unternehmen, das nicht Olympia-Partner ist, darf sich nicht mit Olympia in Verbindung bringen.“

Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, dass Amerikas Olympia-Komitee USOC offenbar allen Unternehmen, die nicht zu seinen Sponsoren gehören, die Nutzung des Hashtags verbieten wolle.

Der DOSB wolle jeden Fall einzeln bewerten, sagte die Sprecherin. „Klar ist aber auch, dass wir gegen Ambush-Marketing von Unternehmen, das immer auf Kosten des Sports geht, vorgehen werden. Denn das sind wir unseren Partnern und Sponsoren schuldig.“

Das USOC hatte in den vergangenen Wochen offenbar schriftliche Warnungen an zahlreiche Privatsponsoren seiner Sportler verschickt. Ob ein Verbot der Nutzung bestimmter Hashtags rechtlich zulässig ist, ist unklar. Begriffe wie „Olympiade“ oder „Rio 2016“ sind geschützte Begriffe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Das IOC teilte auf Anfrage mit, dass das Marken-Management bei den Nationalen Olympischen Komitees liege.

Im Interview mit „Spiegel Online“ erklärt Medienanwalt Carsten Ulbricht: „Beschreibende Sätze bei Twitter wie 'Wir freuen uns auf #Rio2016' oder 'Unser Athlet hat Gold gewonnen bei den #OlympischenSpielen' können gesetzlich keine Markenverletzung sein“, sagt der Anwalt. „Da kann der DOSB schreiben, was er will.“ Wenn in sozialen Netzwerken über die Olympischen Spiele diskutiert wird - und keine Produkte oder Kollektionen direkt beworben werden - seien die Hashtags erlaubt.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 16:07 Uhr

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