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Netzwelt

10. Dezember 2016 | 02:22 Uhr

Henckes Netzwelt : Retro – Mehr als nur das Original

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nintendo bringt mit der „Classic Mini NES“ eine Erinnerung an die alte 8-Bit-Konsolenzeit heraus.

Sie ist überall fast ausverkauft, obwohl sie erst am Freitag erschienen ist, und Nachschub gibt es wohl erst wieder im Frühjahr 2017: Die Rede ist nicht von der neuen und aufgebohrten Playstation 4, sondern von Nintendos „Classic Mini NES“. Nintendos Entertainment System kam vor 30 Jahren nach Europa und begeisterte die Massen. Generationen zockten mit der Konsole Spiele wie Super Mario, Donkey Kong oder Zelda. Doch die Technik entwickelte sich weiter. Heute ist das NES kaum mehr als Kult. Doch dieser Tage zeigt sich, dass es nicht immer die beste Grafik und die geilste Performance sein muss, sondern auch Altbewährtes im „neuen“ Gewand noch punkten kann. Als die Mini NES im Juli angekündigt wurde, hüpften bei vielen Fans die Herzen höher. Für einen Preis von knapp 70 Euro bekommt man 30 vorinstallierte Spiele in einer Konsole, die sich optisch am Original orientieren, und einen Anflug von nostalgischen Gefühlen gratis oben drauf.

In dem Gehäuse steckt Technik, von der man in den 80er Jahren nur träumen konnte. Die Leistung ist überdimensioniert für die Daten, die die Konsole verarbeiten muss. Der kleine Emulator macht es Fans am Ende leicht, die alten Spiele in ansprechender Qualität auf dem heimischen TV zu spielen – HDMI-Anschluss sei Dank. Hinzu kommt die platzsparende Konstruktion und auch der Wechsel der Spielekassetten fällt aus. Ein Dritthersteller hat bereits einen kabellosen Controller angekündigt. 8-Bit-Liebhaber, was willst du mehr?

Nun ja, vielleicht weitere Retro-Konsolen, die auch die Klassiker des Super Nintendo oder Nintendo 64 zurück ins Wohnzimmer bringen. Die Hardware-Anforderungen, um die Spiele zum Laufen zu bringen, dürften gering sein und somit auch die Kosten niedrig.

Kaufen werden die Konsole vermutlich ausschließlich Fans, die auf diesen Systemen das Spielen gelernt haben. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat die Konsole mutigerweise mit „ab 12 freigegeben“ gelabelt. Dass sich Jahrgänge ab 2004 aufwärts noch für die 8-Bit-Klassiker begeistern werden, ist in Zeiten von Virtueller Realität und fotorealistischer Grafik zumindest fraglich.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 11:31 Uhr

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