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Matthies’ Netzwelt : Radeln mit Rückfahrkamera

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf dem Markt für smarte Fahrräder gibt es eine Neuheit. Die ist nicht nur für Radfahrer gefährlich.

Was es für Autos als Einparkhilfe gibt, gibt es jetzt auch für Fahrräder: eine Rückfahrkamera. Weil Einparken mit dem Fahrrad meistens aber auch ganz gut ohne Einparkhilfe klappt und Fahrräder eigentlich nicht rückwärts fahren, ist die Funktion der Kamera eine andere: Sie soll Autofahrer beobachten. Das ist keine gute Idee.

Der Autofahrer muss sich nicht mehr nur Sorgen machen, dass sein Vordermann ihn erwischt, während er beim Warten an der roten Ampel in der Nase popelt, sondern auch, dass das Ganze im selben Moment über ein soziales Netzwerk weiterverbreitet wird. Doch mit der Rückfahrkamera lässt sich noch mehr Unsinn anstellen.

Das Gerät in der Form eines Hexagons, so auch der Markenname, funktioniert quasi wie ein „Google Street View“-Auto. Die gesamte Fahrt wird aufgezeichnet und kann im Livestream gesendet werden, Datenschützer sind besorgt.

Auch ist der Radfahrer ständig abgelenkt, wenn er verfolgt, was hinter ihm passiert und dabei nicht mehr nach geradeaus schaut.

Die Rückfahrkamera, die unterhalb des Sattels befestigt wird, kann auch blinken und anzeigen, wenn der Radfahrer bremst. Das lästige Hand ausstrecken entfällt, das Bremslicht warnt besonders im Dunklen.

Was nun aber eigentlich der Sinn und Zweck der Rückfahrkamera ist, erklärt auch der Hersteller nicht. Soll sie Auffahrunfälle zwischen Autos und Fahrrädern verhindern? Oder einfach nur das Klima zwischen Auto- und Fahrradfahrern weiter vergiften? Die zweite Funktion erfüllt sie ganz sicher.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 10:21 Uhr

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