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Netzwelt

03. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Dreyklufts Netzwelt : Prisma App und Pokemon Go: Datenschutz mal differenziert

vom

Datenschutz-Panik, wie rund um Pokemon Go oder Prisma, macht uns das Leben schwer. Ein Plädoyer.

Wir Smartphone-affinen haben wieder ein Datenschutz-Thema an der Hacke. Genauer gesagt zwei: Prisma und Pokemon Go. Die einen warnen vor einem Datenschutz-Albtraum, die anderen vor übertriebener Hysterie, die meisten sind total verunsichert.

Zunächst vorweg: Ich mag digitale Dienste, die mein Leben leichter machen. Ich mag es, wenn Google weiß, welche Musik ich mag oder  wo mein Auto steht. Ich versende sogar Steuerdaten über das Internet und lasse mir Daten vom Finanzamt zuschicken. In der Abwägung überwiegt für mich der Vorteil gegenüber dem Risiko.

Klar wird mein Leben dadurch beschleunigt. Aber ich mag Geschindigkeit. Ich hasse es, wenn Dinge länger dauern, als sie mit der Technik des Jahres 2016 dauern müssen. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Zurück zu Pokemon und Prisma. Besonders die letztere App, die langweilige selbstgemachte Fotos im Stil bekannter Künstler aufpeppt, sei gefährlich, weil die Server in den russischen Rechtsraum fallen. Russland! Haben die nicht die Spionage erfunden?

Klar scheint mir, dass alle Daten, die über das Internet verschickt werden, von allen Geheimdiensten dieser Welt mitgelesen werden können. Einziger Schutz: Verschlüsselung. Denn die vergrößert den Aufwand für die Dienste erheblich.

Meinen Grundsatz für den Umgang mit Daten habe ich von Bankern gelernt: „There is no such thing as a free lunch“, ist unter Investmentbankern ein geflügeltes Wort.

Frei übersetzt: Es gibt nichts umsonst. Auch keine Datendienste, die mein Leben schöner machen. Wichtig ist, Kosten und Vorteile richtig abzuwägen. Im Fall Prisma: Ich gebe Unbekannten Daten, welches Foto ich wann, wo und womit gemacht habe. Ist mir das den Spaß wert? Ich habe für mich diese Frage übrigens mit Nein beantwortet.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 18:11 Uhr

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