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Web-App im Browser : Neues Google Earth: Die Welt in 3D – doch SH bleibt noch in weiten Teilen platt

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Aus der Onlineredaktion

Schneller, mehr Details und mehr Informationen - aber wenig Schleswig-Holstein: Google Earth ist runderneuert worden.

Berlin | Google Earth wird zur Welt-Erkundungs-App: Frisch renoviert und mit vielen neuen Funktionen schickt Google den Dienst als Web-App in den Chrome-Browser. Schneller und mit moderner Bedienoberfläche funktioniert Google Earth jetzt ohne Installation direkt im Chrome-Browser. Mit einigen neuen Funktionen soll das Erkunden der Welt künftig etwas leichter von der Hand gehen, wie Produktmanager Gopal Shah im Googleblog schreibt.

Dazu gehören mehr Informationen zu Objekten, Städten und Landschaften auf der Karte. Auf diesen Wissenskarten werden im Netz gesammelte Informationen direkt neben dem Objekt angezeigt.

Viele Städte, Objekte und Landschaften lassen sich als 3D-Modelle erkunden, mit gedrückter Shift-Taste lassen sich Karten kippen und rotieren. So können Bildschirmtouristen auch Teile von Schleswig-Holstein erkunden:

Zum Beispiel kann man über den Kieler Hafen fliegen und an Deck der Color-Line- oder Stena-Line-Schiffe versuchen, die Sonnenliegen zu zählen. Hier scheitern Neugierige allerdings an der Auflösung der Grafik.

<p>Der Kieler Hafen und seine maritimen Besucher lassen sich per Rundflug erkunden. </p>

Der Kieler Hafen und seine maritimen Besucher lassen sich per Rundflug erkunden.

Foto: Screenshot Google Earth/Google Inc.
 

Eine Überraschung hält der Kieler Landtag bereit: Hier gibt es - wechselt man über das Männchen in der Anwendungsmaske in Google Street View - sogar einen Raum im Gebäude per 360-Grad-Aufnahme zu entdecken.

<p>Die 360-Grad-Aufnahme des Raums wurde von dem Piratenabgeordneten Uli König veröffentlicht (siehe kleines Foto unten links).</p>

Die 360-Grad-Aufnahme des Raums wurde von dem Piratenabgeordneten Uli König veröffentlicht (siehe kleines Foto unten links).

Foto: Screenshot Google Earth/Google Inc.

Auch in Flensburg können Earth-Nutzer den Blick von der Flensburger Hafenspitze über den Hafen schweifen lassen und durch ziehen der Maus übers Wasser zur Marineschule fliegen, die allerdings - und hier endet der Spaß - noch nicht als 3D-Bildmaterial verfügbar ist. Auch der Fähranleger in Dagebüll beispielsweise ist noch nicht in 3D zu erkunden - hier sind die angelegten Schiffe beim Erkunden per Shift- und Maustaste noch platt wie eine Flunder dargestellt. Ebenso wenig sind die Pfahlbauten in St. Peter-Ording, die Lange Anna auf Helgoland oder der Schleswiger St. Petri Dom und Schloss Gottorf im 3D-Modus am Bildschirm zu umkreisen.

Will der Nutzer wissen, wo die Grenzen des Rundum-Materials gezogen sind, zoomt er aus dem Gebiet heraus. Die hellen Flächen auf der Karte sind die von den neuen Google-Bildern erschlossenen Gebiete, die dunkler dargestellten gibt es nur in 2D:

<p>Aus der Vogelperspektive ist zu sehen, welche Gebiete (die hellen) in 3D zu erkunden sind.</p>

Aus der Vogelperspektive ist zu sehen, welche Gebiete (die hellen) in 3D zu erkunden sind.

Foto: Screenshot Google Earth/Google Inc.

3D-Material wird weiter aktualisiert

Auf Nachfrage erklärt Google dazu, dass das 3D-Material weiter aktualisiert werden soll. Einen konkreten Zeitpunkt dafür gibt es allerdings nicht. Die Ansichten von Google Earth basieren auf dem Bildmaterial von Luftbildfotografiepartnern aus der ganzen Welt (zum Beispiel dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie). Sobald es neues Material gibt, werde dieses in Google Earth eingearbeitet.

Google hat Earth um mehrere Funktionen erweitert

Mit der Funktion „Voyager“ hat Google Earth außerdem eine Rubrik für geführte interaktive Touren bekommen. Von den spektakulärsten Bergen über Flussverläufe, Landschaftskunst oder Bauten des Architekten Frank Gehry können sich Nutzer diverse virtuelle Touren anzeigen lassen. Auch für Hamburg-Interessierte gibt's was zu entdecken: das Miniaturwunderland.

Etwas spontaner geht es mit der „Auf gut Glück“-Funktion zu. Wer hier klickt, bekommt blitzschnell zufällig gewählte Orte angezeigt und kann etwas über ihre Besonderheiten lesen - eine gute Möglichkeit, eher weniger bekannte Orte wie den Krka Nationalpark in Kroatien oder zum Beispiel die Grenadinen-Insel Bequia kennenzulernen.

Neben der Web-App ist Google Earth auch als Android-App im Play Store verfügbar. Andere Plattformen und Browser sollen nach Angaben von Google in Kürze folgen.

Eine gute Nachricht gibt es zudem für alle, die keinen Chrome-Browser nutzen und kein Android-Smartphone haben: Ältere Versionen von Google Earth lassen sich weiterhin nutzen und können auch neu von der Webseite heruntergeladen und auf dem Rechner installiert werden.

(mit dpa)

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erstellt am 19.Apr.2017 | 16:43 Uhr

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