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Netzwelt

09. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Mit Memes gegen Hetze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Initiative des Europarats stellt Nutzern Handwerkszeug bereit, um auf Hassreden im Netz zu reagieren.

Wie entgegnet man Hasskommentaren im Netz? Diese Frage stellen sich Nutzer sozialer Medien täglich. Dabei richtet sich die Hetze lange nicht mehr nur gegen Flüchtlinge, sondern auch gegen Frauen, Menschen mit Behinderungen oder aber Hartz-IV-Bezieher.

Das „No Hatespeech Movement“, eine Initiative des Europarats, gibt den Nutzern nun eine Hilfestellung in Form von Videos und Memes (aussagekräftige Bilder, die mit einem Text kombiniert werden), die als Antwort auf die Beschimpfungen gegeben werden können. „Ich kann Leute, die andere Leute nicht leiden können, nicht leiden“, heißt es da zum Beispiel. Oder: „Wer andere ausgrenzt, grenzt sich selber ein.“ Noch ist der Baukasten übersichtlich, doch er soll sich bald füllen. Eine gute Idee im Kampf gegen Trolle im Netz. Denn: Humor scheint das wirksamste Mittel im Kampf gegen Hasskommentare zu sein. Das haben nicht zuletzt die Redakteure auf der Facebookseite der Zeitung „Die Welt“ bewiesen, deren humorvolle Antworten bereits eine so große Fangemeinde haben, dass unter dem Titel „Der ,Die Welt’-Praktikant“ eine eigene Fanseite existiert – sie hat mehr als 56  000 Follower.

In die gleiche Kerbe schlägt nun auch die Initiative mit dem Baukasten auf „no-hate-speech.de“. Mit Argumenten kann man Hass im Netz kaum noch aufhalten. In passenden Kategorien finden sich bild- und textstarke Antworten auf rechtsextremistische, islamfeindliche oder frauenfeindliche Hetze, die sich einfach als Antwort posten lassen.

Natürlich ist diese Art des Konterns nicht neu, nutzen wir sie doch selber immer wieder auf der Facebookseite von shz.de. Allerdings: Eine solche Sammlung macht alle schlagfertiger, die Hate Speech etwas entgegensetzen wollen. Und das, ja das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

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erstellt am 08.Jul.2016 | 12:03 Uhr

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