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Netzwelt

05. Dezember 2016 | 03:31 Uhr

„Minecraft“ will Schule machen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein neues Lernprogramm auf Basis des Kult-Spiels tritt an, den Unterricht zu revolutionieren.

Wissenschaft, Technik, Mathematik, Geschichte, Sprachen oder Kunst: Was hat das mit dem Open-World-Spiel „Minecraft“ zu tun? Einiges! Denn Microsoft bietet nun offiziell die „Minecraft Education Edition“ an. In 50 Ländern und elf Sprachen geht das Spiel an den Start und richtet sich an Kinder ab fünf Jahre, Teenager und Studenten. So stehen in der „Geometry World“ zum Beispiel geometrische Formen auf dem Lehrplan, bei denen die Schüler vorgegebene Körper mit den Blöcken nachbauen, und dann daran Berechnungen anstellen können. Lehrer können mit Schülern über den „Klassenzimmer-Modus“ kommunizieren und ihnen etwa Gegenstände zukommen lassen. Das Kult-Spiel wird so zur Basis für den Unterricht und durch Microsoft stetig um neue Inhalte erweitert. Pro Nutzer kostet der Lernspaß zwar fünf US-Dollar im Jahr, könnte aber den Schulunterricht revolutionieren. Mit Minecraft lassen sich Inhalte nicht nur spielerisch vermitteln, Minecraft hilft auch dabei, komplizierte Sachverhalte anschaulich darzustellen. Außerdem können Schüler auch zusammen in Partner- oder Teamarbeit die gestellten Probleme lösen. Das klingt so, als könne dieses Spiel das gänzliche Ende für den Frontalunterricht bedeuten und gleichzeitig vielen Schülern helfen, die beispielsweise mit Problemen in Mathe zu kämpfen haben. Natürlich müssten Schulen und auch Lehrer mitspielen und sich für neue Methoden öffnen. Dafür benötigen Lehrkräfte – egal ob jung oder alt – allerdings fundierte Kompetenzen im Hinblick auf Medien und das Internet. Am Ende entscheiden also die Einrichtungen über den Erfolg oder Misserfolg der „Minecraft Education Edition“.

Nicht zuletzt ist es auch wichtig, ausreichend schnelle Computer in den Schulen stehen zu haben und über eine flotte Internetanbindung zu verfügen – zwei Basisbedigungen, um den Unterricht in Schulen ins digitale Zeitalter zu hieven. Ein Testlauf, bei dem 50  000 Lehrer und Schüler erste Erfahrungen mit dem Lernprogramm sammeln konnten, scheint erfolgreich verlaufen zu sein, denn sonst würde das Spiel wohl noch nicht offiziell erhältlich sein.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 15:07 Uhr

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