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Netzwelt

20. Januar 2017 | 17:03 Uhr

EU vs. Google : Marktbeherrschende Stellung: Android im Fokus der Wettbewerbshüter

vom

Android ist das weltweit meistgenutzte Smartphone-System. Die enorme Marktmacht missfällt der Europäischen Kommission.

Brüssel | Die EU-Kommission geht weiter auf Konfrontationskurs mit Google. Das Wettbewerbsverfahren gegen den US-Internetkonzern wurde verschärft. Dabei rückt nun das Betriebssystem Android in den Fokus, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Android ist das weltweit meistgenutzte Smartphone-System. Laut aktuellen Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner betrug der weltweite Marktanteil im vierten Quartal 2015 80,7 Prozent.

Die Kommission kritisiert: Google baue seine marktbeherrschende Stellung bei der allgemeinen Internetsuche aus. Die Google-Suche sei auf den meisten in Europa verkauften Android-Geräten vorinstalliert. Konkurrenten würde so der Marktzugang versperrt. „Unsere bisherigen Ermittlungen lassen darauf schließen, dass Google durch sein Verhalten den Verbrauchern eine größere Auswahl an mobilen Anwendungen und Dienstleistungen vorenthält(...)“, sagte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager.

Die Behörde hatte erste Ermittlungen zur Wettbewerbssituation bei Android vor einem Jahr eingeleitet. Die Kommission verschickte jetzt in diesem Fall offizielle Beschwerdepunkte an den US-Konzern. Dieser kann sich nun ausführlich zu den Bedenken äußern.

Die Android-Untersuchung ist Teil eines größeren EU-Verfahrens gegen Google. Dabei geht es um die Platzierung von Werbung in Googles Suchmaschine. In dem seit 2010 laufenden Verfahren beschuldigt die EU-Kommission den US-Konzern, eigene Angebote zu bevorzugen.

Falls die europäischen Wettbewerbshüter ihre Vorwürfe beweisen können und eine förmliche Entscheidung treffen, droht dem Unternehmen ein Bußgeld von bis zu 10 Prozent eines Jahresumsatzes. Dieser Rahmen wird aber üblicherweise nicht ausgeschöpft.

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erstellt am 20.Apr.2016 | 12:16 Uhr

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