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Netzwelt

05. Dezember 2016 | 21:38 Uhr

Dreyklufts Netzwelt : Mac OS Sierra: Warum zwingt Apple mich zum Systemwechsel?

vom

Gerade habe ich das Betriebssystem „El Capitan“ schätzen gelernt. Schon muss ich weiterziehen. Wegen der Sicherheit.

Bei Familie und Freunden bin ich nicht gerade als glühender Apple-Anhänger bekannt. Ein iPhone 5 habe ich noch in Gebrauch, aber mein Android-Telefon liebe ich. Ein iPad benutze ich gelegentlich, aber im Grunde brauche ich es nicht, weil es immer mehr Dinge gibt, die so Smartphone-optimiert sind, dass ich den größeren Bildschirm des Tablets gar nicht vermisse.

Aber ein Gerät aus der Apple-Familie finde ich wirklich klasse: mein Macbook Air. Ein Windows-Rechner kommt für mich nicht infrage wegen der Anfälligkeit für Schadsoftware. Jahrelang habe ich Linux-Maschinen verwendet (und tue es immer noch). Aber das quelloffene Betriebssystem bekommt das Thema Energiesparen und Akkulaufzeit nicht so in den Griff, wie ich es mir vorstelle.

Also ein Apple. Ein ganzer Arbeitstag pro Akkuladung klappt problemlos. Und in Sachen Sicherheit fühlte ich mich auch auf der sicheren Seite. Zwar ist kein Rechner 100-prozentig sicher, auch Apple und Linux haben ihre Schwachstellen. Dennoch fühlte ich mich recht gut aufgehoben, weil beide Betriebssystem-Familien regelmäßig mit Sicherheits-Updates versorgt werden, die Probleme mit Schadsoftware zu einem Randthema machen.

Auf meinem Mac läuft die Betriebssystem-Variante „El Capitan“, benannt nach einem Felsen im Yosemite-Nationalpark. Laut Experten ist das System nun längst kein Felsen mehr in Sachen Sicherheit. 70 Lücken soll es geben, darunter kritische.

Von der Linux-Variante meines Vertrauens, Ubuntu, bin ich es gewohnt, zuverlässig fünf Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt zu werden. Erst dann muss ich das Betriebssystem auf eine komplett neue Version updaten. Das mache ich wirklich ungerne („Never change a running system.“)

Und nun kommt Apple nach gut einem Jahr und zwingt mich, von „El Capitan“ auf das neue „Sierra“ umzusteigen, weil es für „El Capitan“ trotz Sicherheitslücken kein Update gibt.

Früher, so versichern mit die Experten des Fachdienstes heise.de, habe es bei einer neuen Apple-Systemvariante auch immer Updates für das alte System gegeben. Ich werde aber „Sierra“ installieren müssen. Bei Windows oder Linux gab es bei einem großen Update immer irgendwelche Probleme. Jetzt hoffe ich, dass wenigstens das bei Apple besser klappt.

 

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erstellt am 11.Okt.2016 | 09:56 Uhr

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