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Netzwelt

06. Dezember 2016 | 09:10 Uhr

Johanniter und Miniatur Wunderland : Kinder erklären die Rettungsgasse: So einfach geht's

vom

Die Rettungsgasse vor einem Unfall auf der Autobahn kann Leben retten. Wie einfach es geht, zeigen diese Kinder in dem Video der Hagener Johanniter mit Hilfe von Bobbycars.

Hagen/Hamburg | Ferienzeit ist Stauzeit. Die Autobahnen sind voll, wenn die Menschen mit ihren Autos an die Urlaubsorte unterwegs sind. Wenn dann auch noch ein Unfall passiert, ist bald auf den Straßen kein Durchkommen mehr. Das gilt leider auch für Feuerwehr und die Rettungswagen auf dem Weg zum Unfallort. Um Zeit zu sparen, die in einigen Situationen über Leben oder Tod entscheiden können, entstand das Prinzip der Rettungsgasse. Die stehenden Autos fahren an den Fahrbahnrand und lassen so eine Spur für die Einsatzwagen in der Mitte entstehen.

Trotzdem kommt es immer wieder zu Problemen. Obwohl dieses Prinzip so einfach ist und es wohl jeder in der Fahrschule gelernt hat. Die Hagener Johannniter haben sich deshalb etwas einfallen lassen. Zusammen mit den Kindern des Kindergartens Römers Hof aus Hagen haben sie ein Video gedreht und zeigen, wie einfach es geht.

„Hallo. Wir sind die Johanniter-Kita-Kinder und wir erklären heute, wie kinderleicht es ist eine Rettungsgasse zu bilden“, erklären zwei Kinder, bevor man einen wilden Haufen orangener T-shirts auf Bobbycars über den Pausenhof flitzen sieht. Nebenbei erklären sie, was eine Rettungsgasse überhaupt ist und wann man sie bilden muss?

Und dann das - zwei Bobbycars prallen aufeinander und die Fahrer landen auf der „Fahrbahn“. Und schon staut es sich hinter dem „Unfall“. Leider schafft es das mit Sirenen und Blaulicht anfahrende Rettungs-Bobbycar nur schwer durch den engen Stau. „Die Feuerwehr kommt oft zu spät, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde.

Aber je schneller die Feuerwehr kommt desto mehr Menschen können gerettet werden“, erklärt ein Mädchen und beschreibt, was in dieser Situation zu tun ist: „Bei zwei Spuren fährt ein Auto ganz nach links und ein Auto ganz nach rechts. Auch auf den Standstreifen! Und bei Straßen mit drei Spuren, fahren die links ganz nach links und die beiden anderen nach rechts. So sind die Blaulichtautos fünf Minuten schneller beim Unfall. Diese Minuten können ein Leben retten!“

Das Thema Rettungsgasse beschäftigt das Netz nicht nur aufgrund der aktuellen Ferienzeit. Im April wurde ein Video aus dem Fahrerhaus eines Rettungswagens öffentlich und tausendfach geklickt, das eine vorbildliche Rettungsgasse in Augsburg zeigt.

Und am Dienstag veröffentlichte das Hamburger Miniatur Wunderland ein informatives und anschauliches Video zu dem Thema Rettungsgasse, in dem fast 1000 Stunden Arbeit stecken.

Videos wie diese erreichen in sozialen Netzwerken oft viele Menschen und können diese zum Umdenken bewegen. Das zeigte bereits die Hagener Polizei als sie sich über Gaffer beschwerten, die bei einem Unfall die Rettung behinderten oder als sie Eltern davor warnte zu viele Bilder von ihren Kindern zu posten. Auch Humor ist ein beliebtes Mittel der Polizei in Hagen, wie dieser Facebook-Post über einen betrunkenen Brandstifter zeigte.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 17:47 Uhr

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