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Netzwelt

02. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Megaupload-Gründer : Kim Dotcom jubelt: Prozess live im Internet

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von der Plöner Hauptschule schaffte er den Weg zum Internet-Millionär – jetzt aber droht Kim Dotcom die Auslieferung in die USA. Den Prozess will er live im Internet übertragen.

Wellington | Der in den USA wegen massiven Betrugs angeklagte Internetunternehmer Kim Dotcom wehrt sich gegen eine geplante Auslieferung aus Neuseeland. „Ich habe da nie gelebt, bin dort nie hingereist, hatte keine Firma dort“, twitterte der gebürtige Kieler zum Auftakt seiner Berufungsverhandlung gegen den Auslieferungsbescheid. Persönlich vor dem Gericht in Auckland erschien er nicht. Seine Anwälte warteten als erstes mit einem Antrag auf, das Verfahren live im Internet übertragen zu dürfen.

 

Dotcom (42) ist Gründer der einst populären Internetplattform Megaupload, auf der Nutzer Musik, Filme und andere Inhalte untereinander austauschten. US-Ankläger werfen ihm und den Mitstreitern vor, Copyright-Besitzer damit um mindestens eine halbe Milliarde Dollar geprellt zu haben. Die US-Behörden ließen den Dienst 2012 schließen und veranlassten eine Razzia auf Dotcoms Anwesen in Neuseeland. Der Unternehmer, der mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz heißt, wurde vorübergehend festgenommen. Seitdem läuft das juristische Gezerre um die Auslieferung.

Zu bis zu 20 Jahren Haft könnte Dotcom in den USA verurteilt werden, sollte dessen im vergangenen Herbst beschlossene Auslieferung in die Vereinigten Staaten nicht doch noch scheitern.

Mehr über das schillernde Leben des Internet-Millionärs

 
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erstellt am 30.Aug.2016 | 10:15 Uhr

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