zur Navigation springen

Netzwelt

08. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Dreyklufts Netzwelt : Kabel, Satellit oder Stream: Wer bei der EM 2016 früher jubelt

vom

Beim analogen TV war „live“ noch live. Aber welches TV-Signal ist im digitalen Zeitalter das schnellste?

In analogen Zeiten war Fußballgucken einfach. Die TV-Signale wurden über Funkmasten in die Luft gepustet und erreichten in Lichtgeschwindigkeit die Geräte. Hier war „live“ noch live.

Seitdem wir digital schauen, bedeutet live einen Versatz von wenigen Sekunden bis zu einer Minute. Wir erinnern uns noch an den Moment in den Nullerjahren, als die Nachbarn erstmals ein paar Sekunden eher jubelten als wir selbst. Oder umgekehrt.

Die Kollegen von der Fachpublikation Heise Online stellen sich seit der EM 2012 alle zwei Jahre der lobenswerten Aufgabe, die Geschwindigkeit der verschiedenen Übertragungswege zu vergleichen. „Erstjubelgarantie“ hat demnach, wer Fußball über Satellit in der gering auflösenden SD-Qualität schaut. Die ist auf großen Fernsehern kaum zu ertragen. Aber wer HD-Qualität per Satellit schaut, muss nur knapp zwei Sekunden länger warten. Dazwischen liegt der neue Antennenstandard DVB-T 2, knapp dahinter das alte DVB-T.

Kabelzuschauer werden das Tor zuerst von den Nachbarn mit Schüssel erfahren. Bis zu acht Sekunden ist im Vergleich die Verzögerung. Am schnellsten ist noch analoges Kabel, dann folgt HD, kurioserweise ist das gering auflösende SD-Signal langsamer.

Streaming-Apps sind naturgemäß am langsamsten. Hier muss das Bild erst durch das Internet kriechen. Zattoo schlägt sich mit 28 Sekunden passabel. Magine mit rund einer Minute Verzögerung lässt sich als Wiederholung Marke Eigenbau verwenden, wenn man das Tor per Satellit verpasst hat.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Jun.2016 | 16:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen