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Netzwelt

08. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Bei den Smart Hero Awards : „Hooligans gegen Satzbau“: Klare Ansage an Facebook

vom
Aus der Onlineredaktion

Facebook verleiht den Hooligans einen Preis und erntet dafür harsche Kritik von Preisträgern - mit Ankündigung.

Berlin | Das hat Facebook sich wohl anders vorgestellt: So feierlich die Vorstellung der Preisträger eines der Smart Hero Awards, so deutlich die Ansage der drei, die hinter der Initiative „Hooligans gegen Satzbau“ stehen: „Dass wir von euch für unsere Arbeit ausgezeichnet werden, ist absurd, belief sich euer Dank bisher doch auf Sperrungen und Löschungen“.

Die „Hooligans gegen Satzbau“ entkräften fremdenfeindliche Posts von Nutzern, indem sie die fehlerhafte Rechtschreibung in den Kommentaren korrigieren – mit einer gehörigen Prise Humor und in aller Öffentlichkeit.

Als die drei Aktivisten am Dienstag mit ihren weißen Markenzeichen-Sturmhauben auf der Bühne stehen, nutzen sie die Gelegenheit, um jenen Konzern, der ihnen soeben einen Preis verliehen hat, harsch zu kritisieren.

Facebook solle sich um die Löschung von Hasskommentaren kümmern, statt die Zensur nackter Brüste. Den Preis des Publikums nahmen die Drei an, das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro, das sie für ihr ehrenamtliches und soziales Engagement in sozialen Medien erhielten, gaben sie an die LGBTI-Initiative „Enough is Enough“ weiter. Von Facebook wünsche man sich andere Unterstützung. Das Unternehmen wolle sich ohnehin nur eine „weiße Weste“ kaufen - und dies auf eine ziemlich günstige Weise. Zum Vergleich: In diesem Sommer meldete Facebook 1,86 Milliarden Euro Gewinn.

Dass sie kein bequemer Preisträger sein werden, haben die Hooligans schon vor der Preisverleihung deutlich gemacht. Einer Aufforderung vor der Verleihung, Personalausweise einzureichen, begnetetn sie gewohnt humorvoll und schickten kurzerhand selbstgestaltete Fantasieausweise an Facebook - mit Cartoongesichtern.

 
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erstellt am 22.Sep.2016 | 10:23 Uhr

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