zur Navigation springen

Netzwelt

10. Dezember 2016 | 10:04 Uhr

Fligges Netzwelt : Gesund mit Twitter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die sozialen Netzwerke scheinen in den vergangenen Tagen kein schöner Ort zu sein. Ein Twitter-Bot soll das ändern.

Kann Software eigentlich fürsorglich und liebenswürdig sein? Ein paar Zeilen Code, die positive Gefühle wecken? In Zeiten von Manipulationen und Beleidigungen in sozialen Netzwerken wäre das doch etwas! Aber für Programmierer scheint es ein schwieriges Unterfangen zu sein. Ich erinnere da nur an den knuffigen Office-Assistenten „Karl Klammer“ von Microsoft. Trotz großer Augen und einem Lächeln im Gesicht war er wegen seiner besserwisserischen Art immer eher der Typ Diktator. Von „Karl Klammer“ jedenfalls habe ich nie einen Ratschlag angenommen. „Du scheinst einen Brief schreiben zu wollen …“ „Ja. Und das geht dich gar nichts an.“ Klick, weg.

Aber jetzt habe ich tatsächlich das niedliche Pendant zur Büroklammer gefunden: den „@Tinycarebot“ auf Twitter. Also ein kleiner digitaler Kümmerer, der automatisiert Ratschläge über den Kurznachrichtendienst an seine Abonnenten verschickt – natürlich versehen mit niedlichen Emojis. Sein Ziel: gesünder leben trotz Social Media. Jede Stunde gibt es einen Tipp im Twitter-Nachrichten-Fluss, der sich angenehm abhebt zwischen Trump, Mario Barth und Sarah und Pietro Lombardi.

Ein winziger Auszug: 14 Uhr: „Nimm dir bitte Zeit, einem Freund zu schreiben.“ 13 Uhr: „Denk bitte daran, eine kurze Pause zu machen und etwas Wasser zu trinken.“ 12 Uhr: „Unternimm einen kleinen Spaziergang, wenn du kannst.“ 11 Uhr: „Bitte atme ein paar Mal tief durch.“ 10 Uhr: „Bitte denk’ dran, deine Augen kurz auszuruhen.“ Das Leben kann so einfach sein.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Nov.2016 | 18:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen