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Netzwelt

09. Dezember 2016 | 18:34 Uhr

Geänderte Nutzungsbedingungen : Frist verpasst: Klage gegen Whatsapp wird wahrscheinlich

vom

Die Verbraucherzentrale forderte vom US-Konzern, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben - bis Freitag.

Der Nachrichtendienst Whatsapp wird sich wegen seiner geänderten Nutzungsbedingungen auf eine Klage durch die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) einstellen müssen. Wie der Tagesspiegel berichtet, hat das US-Unternehmen die Frist verstreichen lassen, die geforderte Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Bis Freitagnacht hätte Whatsapp dafür Zeit gehabt - nun prüfe der VZBV die Klage, wie ein Sprecher dem Tagesspiegel sagte.

Whatsapp ist extrem beliebt - mehrere hundert Millionen Menschen weltweit nutzen den Messenger-Dienst. Das macht die Umstellung auf einen anderen Dienst für viele so unattraktiv, auch wenn Nutzer nur so ihre Daten wirklich schützen.

Whatsapp hatte von seinen Nutzern unter anderem die Zustimmung dafür gefordert, dass Whatsapp Telefonnummern an die Konzernmutter Facebook für personalisierte Werbung weitergeben darf. Nach Ansicht der Verbraucherschützer sind die neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen „zu großen Teilen“ unzulässig. Deshalb hatten sie den US-Konzern Mitte September abgemahnt.

„Mit großer Sorge beobachten wir einen schleichenden Trend: Verbraucher verlieren nach und nach die Hoheit über ihre Daten. Ihre Privatsphäre gerät in Gefahr“, ließ die Vzbv auf ihrer Website verlauten. Whatsapp hatte zunächst um eine Verlängerung der Frist gebeten.

Johannes Caspar, Datenschutzbeauftragter in Hamburg, ist der Gegenspieler von Facebook und Co. Im diesem Interview verrät er, warum er den Kampf gegen die Konzerne nicht für aussichtslos hält.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 10:13 Uhr

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