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Netzwelt

29. September 2016 | 12:10 Uhr

Christiansens Netzwelt : Erfolg auf allen Kanälen?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Spielentwickler bringen Promis auf das Smartphone. Aber lässt sich der Erfolg der Games vorhersagen?

Beliebt, beliebter, Kim Kardashian. Wem dieser Name nicht viel sagt, oder wer sich fragt, was die eigentlich macht – keine Angst: Eine Bildungslücke dieser Art ist generell nicht so schlimm. Angesichts von Millionen begeisterter Jünger, die ihr in den sozialen Netzwerken folgen, sollte man aber doch ein paar Dinge wissen: Kim Kardashian ist ein It-Girl (sie mag Partys, entwirft Klamotten, modelt dann und wann und ist durch ein Sexvideo bekannt geworden). Und sie ist ein Selbstvermarktungsgenie. Auf Twitter folgen der Tochter eines reichen Promi-Anwalts 48 Millionen Menschen, auf Instagram wollen sogar knapp 83 Millionen Nutzer mit Neuigkeiten aus ihrem Leben versorgt werden.

Diese Zahlen haben auch Spieleentwickler Glu Mobile Ink überzeugt – im Jahr 2014 veröffentlichte das Unternehmen ein Spiel für Smartphone und Tablet, das durch die Decke ging. Die Spieler sollen in „Kim Kardashian: Hollywood“ ihre Figur immer berühmter machen und weitere Fans hinzugewinnen, indem sie sie auf Partys gehen oder Modeljobs erledigen lassen – also ganz in das Promi-Leben eintauchen. Nachdem das Spiel im ersten halben Jahr rund 28 Millionen Mal heruntergeladen wurde, wollte man an den Erfolg anknüpfen: Doch mit der sich immer wieder aufrappelnden Pop-Prinzessin Britney Spears oder der ungezogenen Pastorentochter und Sängerin Katy Perry („I kissed a Girl and I liked it“) wollte trotz Millionen von Social-Media-Followern niemand so richtig spielen.

Lässt sich der Erfolg bei Twitter & Co also nicht so einfach in die Games-Welt übertragen? Ob Kardashian eine Ausnahme war, wird sich bald zeigen, denn Glu hat für Ende des Jahres eine Kooperation angekündigt, die es in sich haben könnte: Sängerin Taylor Swift (bei Twitter knapp 81 Millionen, bei Instagram 91 Millionen Follower) soll auf das Smartphone kommen. Die mehrfache Grammy-Gewinnerin nimmt ihre Bewunderer auf ihren Social-Media-Kanälen mit ins Private, postet Bilder von sich und ihren Katzen. Ob das fernab der sozialen Netzwerke interessieren wird, wird sich zeigen. Denn während Kardashian ihre Spieler mit in die unerreichbare Glamour-Welt nimmt, sollen die Bildchen von Swifts Katzen auf Instagram doch zeigen: „Seht her, ich bin genauso normal wie ihr.“

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erstellt am 19.Sep.2016 | 11:01 Uhr

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