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Netzwelt

11. Dezember 2016 | 13:06 Uhr

Virale Falschmeldungen : Die Krux mit den Fake-Videos

vom

Pokémon Go verdrängt derzeit viele Nachrichten. Ein interessantes Bekenntnis geht dabei unter, meint Gerrit Hencke.

Während Deutschland und die Welt im Pokémon-Go-Hype untergehen und Spiele/TV-Webseiten monothematisch über alle Details der Taschenmonster berichten, rücken viele Nachrichten in den Hintergrund. Eine ist so wichtig, dass sie nicht untergehen darf. Da gibt es diese Firma, die über zwei Jahre mit Fake-Videos im Internet reihenweise Menschen veräppelt hat. Die Gefahr: Wer nicht mitbekommt, dass es sich bei diesen viralen Clips mit über 205 Millionen Klicks – das entspricht allein auf Youtube einem Equivalent von 164 Jahren Abspieldauer – um Fälschungen handelt, wird uns wohl noch die nächsten Jahre in sozialen Netzwerken mit den angeblichen Schockern nerven.

Da ist der Bär, der eine Snowboarderin verfolgt, der Hai im Hafenbecken von Sydney, dem der Schwimmer gerade noch so entkommt, und der Löwe, der Rache dafür nimmt, dass eine Jägerin den Partner als Trophäe abgeschossen hat. Was real aussieht ist alles Fake und bezeichnend für die Leichtgläubigkeit im Netz. 

Insgesamt acht Filme sind es, die die Woolshed Company aus Melbourne produzierte. Das „soziale Experiment“ wurde ein voller Erfolg. Das Unternehmen wollte herausfinden, wie sich Inhalte produzieren lassen, die sich viral im Netz verbreiten. Am Ende sorgten die Clips für viel Arbeit bei Experten, die sich mit dem Aufdecken solcher Fakes beschäftigen. Die Debatten um die Authentizität heizte die Verbreitung zusätzlich an. Für das Unternehmen ein voller Erfolg, zumal die Videos auch immer wieder Thema in diversen Medien waren.

Am Ende wird „Pokémon Go“ diese Nachricht verschlingen. Dabei wäre es so wichtig den Menschen zu sagen: Glaubt nicht alles blind, was ihr im Netz seht. In den sozialen Netzwerken werden die Videos wohl weiter zu sehen sein – „ob das wohl echt ist?“

Hier sind alle Fake-Videos auf einem Haufen zu sehen:

Der Kampf gegen den Hai

Der Tornado im Outback

Der Selfie-Stick-Fight

Der fallende Stormtrooper

Die fallende Drohne

Der Blitzeinschlag in Sydney

Die Snowboarderin, die vom Bär verfolgt wird

Der Löwe, der Rache nimmt

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erstellt am 17.Jul.2016 | 18:11 Uhr

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