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Netzwelt

05. Dezember 2016 | 11:37 Uhr

Maas' Netzwelt : Der Müll auf meinem Handy

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alle reden gerade über Minimalismus. Wie viele Apps auf dem Smartphone sind „normal“?

Mein Smartphone ist ziemlich voll mit Apps. Aktuell sind es 43, die ich zusätzlich zu den vorinstallierten im App-Store heruntergeladen habe. Aus Neugier habe ich drei Kollegen gefragt: Bei ihnen sind es neun, 12 und 17 Apps. Auch bei repräsentativen Studien gehöre ich nicht zur Mehrheit: Die meisten – nämlich 29 Prozent der Befragten – haben laut einer Studie im Jahr 2015 zwischen elf und 20 Apps installiert. Mehr als 31 Apps haben 17 Prozent. Ich fühle mich wie ein Messie.

Denn Minimalismus ist ja gerade schwer en vogue. Menschen werden reich und berühmt mit Ratgebern darüber, wie man endlich die ganzen Bücher, Fotos und Liebesbriefe wegschmeißt, die das Wohnzimmer zumüllen. Nicht nur Feng-Shui-Experten schwärmen davon, wie viel freier , entspannter und lebenswerter das Dasein ist mit weniger Zeug.

Auf meinem Smartphone ist nicht viel Feng Shui. Ich nutze nur 17 der 43 Apps regelmäßig, den Rest sollte ich wohl löschen. Ich habe immer noch „Angry Birds“, das „Pokemon Go“ des Jahres 2010. Ich glaube, das war die erste App, die ich überhaupt gekauft habe. Und letztens habe ich nach zwei Jahren wieder eine App genutzt, die Ukulele-Akkorde anzeigt.

Ansonsten geht es auf meinem Telefon – wenig originell – viel um Kommunikation (Facebook, Twitter, Snapchat, Instagram, Xing: fünf Messenger), unterwegs sein (Bahn-App, Mitfahr-Apps, Airbnb) – und drei Apps sind nur fürs Einkaufen. Ich habe überraschenderweise nur vier Nachrichten-Apps, aber gleich zwei, die mir beim Meditieren helfen. Irgendwie muss man ja entspannt bleiben.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 18:47 Uhr

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