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Netzwelt

07. Dezember 2016 | 21:23 Uhr

Maas' Netzwelt : Das Smartphone und die Eifersucht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Trifft sie sich mit einem anderen? Nutzt er eine Dating-App? Per Handy kann man heute Fremdgänger überführen.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Sicher ist es nicht, dass Lenin diesen Satz so gesagt hat, aber er hat sich festgesetzt. Wir vertrauen ihm, und wir wenden ihn an. Die einen zählen an der Kasse das Wechselgeld nach. Die anderen versuchen herauszufinden, mit wem der Partner kommuniziert – und ob er wirklich treu ist. Heimlich das Smartphone des oder der Liebsten zu durchkämmen, war noch nie eine gute Idee. Trotzdem machen Menschen nach wie vor genau das.

Ein spanisches Unternehmen bietet neuerdings Matratzen mit jeweils 24 Sensoren an, die „verdächtige Bewegungen“ per Alarm aufs Smartphone schicken. Das erklärte Ziel: Fremdgänger überführen. „Die einzige Matratze, die Ihnen 24 Stunden Erholung bietet. Komfortabel in der Nacht, beruhigend am Tag“, heißt es in einem Werbe-Video auf Youtube. Der Hersteller nimmt derzeit Bestellungen an, die angekündigten Apps für Android und iOS sind noch nicht erhältlich. Ein Gag? Eine virale Werbeaktion? Ich hoffe es. Stark.

Die App „Swipe Buster“ gibt es jedenfalls wirklich. Für fünf Dollar beim Download verrät sie Menschen, ob der Lebensgefährte bei der Dating-App Tinder unterwegs ist.

Was, wenn man was findet? Was, wenn nicht? Und was, wenn der Partner die Überwachung entdeckt? Bei diesen wichtigen Fragen hilft keine App auf dem Smartphone.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 17:31 Uhr

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