zur Navigation springen

Netzwelt

08. Dezember 2016 | 19:21 Uhr

Fligges Netzwelt : Automatisch Geschichte schreiben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Lexikon zu füllen ist mühsam. Weil Wikipedia Freiwillige fehlen, soll das jetzt Software übernehmen.

Wissen schaffen – das ist heute gar nicht mehr so leicht. Die Welt ist weitestgehend vermessen. Anders als noch zu Zeiten Alexander von Humboldts (1769-1859). Der Naturforscher konnte wahrlich von sich behaupten, mit seinen abenteuerlichen Expeditionen das Wissen der Welt auf einen neuen Stand gebracht zu haben. Ob er sich damals vorstellen konnte, dass seine Forschungsergebnisse in einem Lexikon mit über 40 Millionen Artikeln landen? Oder noch absurder: Dass sie wie von Geisterhand ohne menschliches Dazutun übersetzt werden – in fast 300 Sprachen?

Wohl kaum. In jedem Fall hätte er das, was gerade bei der Wikipedia passiert, fasziniert in seinen Forschungsbüchern festgehalten. Weil Freiwillige fehlen, fordern Informatiker, dass Software die Artikel vollautomatisch übersetzt. Teilweise passiert das bereits. Das schwedische Programm „Lsjbot“ hat bereits über eine Million kurze Artikel ins Schwedische übersetzt. Die lesen sich allerdings etwas holprig – nicht so schön wie ein Tagebucheintrag eines Alexander von Humboldt.

Die Entwickler hinter der Idee hoffen nun auf finanzielle Unterstützung, die allerdings auf sich warten lässt. Es kann ja nicht jeder wie einst Humboldt ein Vermögen erben, um Wissen zu schaffen.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Aug.2016 | 18:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen