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Deutschland & Welt

10. Dezember 2016 | 06:04 Uhr

Erderwärmung und Klimawandel : NASA: 2016 bricht bislang alle Temperatur-Rekorde

vom
Aus der Onlineredaktion

Noch nie seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen war es auf unserem Planeten wärmer als im ersten Halbjahr 2016. Die globale Temperaturkurve zeigt derweil sogar einen drastischen Anstieg.

New York | Laut einem neuen Bericht der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigen Bodenmessungen und Satellitendaten, dass das Jahr 2016 bisher alle Temperaturrekorde bricht. Die beiden wichtigsten messbaren Indikatoren der globalen Erwärmung - Oberflächentemperatur und die Ausdehnung des arktischen Eises – sprechen eine klare Sprache.

In Kiel-Holtenau lag die Mitteltemperatur in diesem Juni nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bei 17,1 Grad Celsius (Vergleich zu 2015: 14,1 °). 1992 war es mit 17,5 °C noch etwas wärmer. Global gesehen nehmen die Temperaturen unabhängig von regionalen „Iris-Effekten“ deutlich zu.


Jeder der ersten sechs Monate des Jahres sei der global wärmste seit Beginn der Messungen im Jahr 1880 gewesen, berichtet das Goddard Institute for Space Studies (GISS) der US-Raumfahrtbehörde. Um 1,3 Grad liegt das Temperaturmittel über dem des späten 19. Jahrhunderts. Auch die Eismassen der Arktis verringern sich weiter. Die Ausdehnung sei in den letzten sechs Monaten die jeweils kleinste seit Beginn der Satelliten-Messungen im Jahr 1979 gewesen. Lediglich im März habe es ein einziges Mal weniger Eis in der Nordpolarregion gegeben.

Die allgemeine Erwärmungstendenz betrifft nicht alle Regionen der Welt, aber die meisten. In der Polarregion falle die Erwärmung deutlich über Durchschnitt aus, sagte der NASA-Forscher Walt Meier: „Es ist bislang ein Rekordjahr bei den globalen Temperaturen, aber die Rekord-Temperaturen in der Arktis in den vergangenen sechs Monaten waren extrem“. Die Wärme und ungewöhnliche Wetterverhältnisse hätten laut Meier dafür gesorgt, dass es beim Eis nun einen neuen Negativwert gebe.

Als Hauptgrund für die Erwärmung sieht die Nasa weiter die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre, darunter Methan, Wasserdampf und Kohlendioxid. Das Klimaphänomen El Niño hatte in den Tropen überdies ab Oktober zu wärmeren Temperaturen geführt. Nimmt man das Jahr 1998 zum Vergleich, als El Niño ebenfalls die Temperaturen angekurbelt hatte, bleibt unterm Strich in den vergangenen 18 Jahren eine klare Tendenz zu einer globalen Erwärmung erkennbar.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 13:19 Uhr

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