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Deutschland & Welt

09. Dezember 2016 | 03:11 Uhr

Flughäfen Roskilde und Tirstrup : Nach Bombendrohungen in Dänemark: Verhafteter ist Kriegsveteran

vom
Aus der Onlineredaktion

Hinter den Bombendrohungen steckt ein ehemaliger Soldat. Er wollte Angst schüren vor islamistischen Angriffen.

Kopenhagen | Der 31-jährige Mann, den die Polizei nach zahlreichen Bombendrohungen gegen Flughäfen und Einkaufszentren am Montagabend festgenommen hat, ist Kriegsveteran. Der polizeibekannte Mann leistete bei der Festnahme keinen Widerstand und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Laut Polizei leidet der Mann unter psychischen Problemen.

Dänemark beteiligt sich seit Jahrzehnten an Auslandseinsätzen - unter anderem im Irak, in Afghanistan und Syrien. Das Trauma, das viele der dänischen Soldaten bei den davongetragen haben, wird aktuell in Filmen wie „A War“ thematisiert.

In den Drohungen, die ihm angelastet werden, wollte er Angst vor einem islamistischen Terrorangriff schüren. „Ihr werden heute in Stücke gesprengt. Allahu Akbar, Allahu Akbar, Allahu Akbar“, soll er nach Polizeiangaben geschrieben haben. Laut der zuständigen Staatsanwältin deutet aber nichts darauf hin, dass der mutmaßliche Täter ein Islamist ist, er sei aber Kriegsveteran und im Auslandseinsatz gewesen.

Nach den Bombendrohungen waren am Montag die dänischen Flughäfen Roskilde (RKE) und Tirstrup-Aarhus (AAR) sowie zwei Einkaufszentren auf der Hauptstadtinsel Seeland evakuiert worden. Die Flughäfen blieben etwa drei Stunden gesperrt. Auch der Kopenhagener Flughafen Kastrup (CPH) und mehrere andere Standorten in der Hauptstadt, darunter auch die Copenhagen Business School und das Reichshospital, hatten eine Drohung erhalten, ebenso das Odense Universitätshospital. Die Polizei dort sah allerdings keinen Anlass für eine Räumung. Sie bewertete die Drohungen als „grundlos“.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 13:56 Uhr

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