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Musik

08. Dezember 2016 | 11:04 Uhr

Eurovision Song Contest 2016 : Neue Regeln für mehr Spannung: 24 statt 12 Punkte in Stockholm

vom

Der ESC gilt als angestaubt und langatmig: Ein neues Punktesystem soll am 14. Mai in Stockholm Abhilfe schaffen.

Stockholm | Mit einem neuen Abstimmungsmodus soll der Eurovision Song Contest (ESC) von diesem Jahr an deutlich spannender werden. Bisher waren bei der Punktevergabe die Wertungen von Jurys und Zuschauern aus den einzelnen Teilnehmerländern bereits zusammengerechnet, jedes Land konnte so seinem Favoriten maximal 12 Punkte geben.

Die Schülerin Jamie-Lee Kriewitz liefert mit ihrem selbstgeschriebenen Song „Ghost“ einen ESC-tauglichen Song für Deutschland. Das neue Punktesystem könnte ihr zugutekommen.

Am 14. Mai in Stockholm sollen die Wertungen der Länderjurys und der Zuschauer getrennt vorgetragen werden. Jedes Land kann jetzt also maximal 24 Punkte an ein anderes verteilen: 12 durch die Jury, 12 durch die Zuschauer.

Los geht es wie gehabt mit Live-Schalten zu Sprechern der einzelnen Länder. Sie verkünden diesmal aber lediglich das Ergebnis ihrer nationalen Jury. Sie tragen auch nur noch vor, welches Land die zwölf Punkte bekommt - die restlichen Punkte werden lediglich eingeblendet, das spart Zeit bei der Präsentation.

Die Stimmen aller ESC-Zuschauer, die per Telefon, SMS oder App ihren Favoriten wählen, werden zusammengezählt und erst am Ende der Sendung von den Moderatoren präsentiert. Sie beginnen mit dem Land, das vom Publikum die wenigsten Punkte bekommen hat. Wie die Zuschauer in den einzelnen Teilnehmerländern gewählt haben, verraten die Moderatoren dabei nicht. Diese Details sollen später im Internet bei eurovision.tv und bei eurovision.de veröffentlicht werden.

Die Jurywertung kann durch die Publikumswertung noch völlig auf den Kopf gestellt werden, denn nicht selten liegen beide Wertungen deutlich auseinander. Ob das neue Verfahren allerdings tatsächlich die Spannung erhöht, wird sich erst beim Finale des ESC am 14. Mai zeigen. In der Vergangenheit war die Bekanntgabe der Punkte nach dem alten Modus - jedes Land vergibt seine Wertungen einzeln - immer ein Höhepunkt der Show gewesen. Allerdings stand der Gewinner oft bereits einige Zeit vor dem Ende der Sendung fest.

Deutschland wird dieses Jahr von Jamie-Lee Kriewitz beim Eurovision Song Contest vertreten. Die 17-jährige Schülerin aus Springe bei Hannover gewann mit ihrem Song „Ghost“ den deutschen Vorentscheid.

Der Eurovision Song Contest in Zahlen
0 Punkte bekam die deutsche ESC-Kandidatin Ann Sophie im vergangenen Jahr und landete damit auf dem letzten Platz.
2 Moderatoren führen durch den Eurovision Song Contest in Schweden: Vorjahressieger Måns Zelmerlöw und Petra Mede.
3,5 Stunden dauert es, bis der Sieger beim ESC-Finale am 14. Mai feststeht.
7 Mal hat Irland bereits beim ESC gewonnen und führt damit die Sieger-Liste an.
11 Cent ist eine schwedische Krone derzeit wert.
15 Grad Celsius ist die durchschnittliche Höchsttemperatur in Stockholm im Mai.
18 Jahre alt ist Jamie-Lee Kriewitz, die in diesem Jahr für Deutschland an den Start geht.
34 Mal ist Deutschland beim ESC in den Top Ten gelandet, zweimal reichte es zum Sieg: 1982 mit Nicole und 2010 mit Lena.
40 Kameras übertragen das Spektakel in alle Welt.
42 Länder machen in diesem Jahr mit, 26 Kandidaten kommen ins Finale.
60 Mal war Deutschland beim Grand Prix dabei - kein Land hat öfter teilgenommen.
143 Kilometer Kabel wurden für die diesjährige Show in der „Globen“-Arena in Stockholm verlegt.
387 Punkte bekam der Norweger Alexander Rybak („Fairytale“) 2009 - und ist damit der erfolgreichste Teilnehmer überhaupt.
1956 traten zum ersten Mal europäische Künstler beim Grand Prix gegeneinander an.
923.000 Menschen leben in der schwedischen Hauptstadt, im Großraum sind es rund 2,2 Millionen.
100.000.000 Zuschauer verfolgten laut Schätungen das ESC-Finale im vergangenen Jahr vor dem Fernseher. In Deutschland waren es 8,1 Millionen.
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erstellt am 03.Mai.2016 | 16:23 Uhr

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