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Deutschland & Welt

09. Dezember 2016 | 18:29 Uhr

Unfälle : Mindestens 13 Tote nach schwerer Chemie-Explosion in Mexiko

vom

Bei einer schweren Explosion in einem petrochemischen Werk in Mexiko sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Über 100 weitere seien bei dem Unglück in der Stadt Coatzacoalcos im Bundesstaat Veracruz verletzt worden, 13 von ihnen schwer.

Das sagte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente. 18 Menschen wurden demnach zunächst noch vermisst. Die Zahl der Toten könne noch weiter steigen.

Die Explosion hatte sich auf dem Werksgelände der Firma PMV ereignet. PMV ist ein Gemeinschaftsunternehmen des staatlichen Erdölkonzerns Pemex und der petrochemischen Firma Mexichem. Sie stellt Vinylchlorid her - eine Grundsubstanz für die Herstellung von Plastikrohren.

Offenbar sei ein brennbarer Stoff ausgetreten und habe sich entzündet, sagte Puente. Pemex-Direktor José Antonio González Anaya erklärte, in der Produktion komme unter anderem Chlor und Methan zum Einsatz. «Die Ursache für den Austritt kennen wir noch nicht», sagte er.

Die Untersuchungen dauerten an. Die Unglücksstelle selbst konnte am Donnerstag noch immer nicht betreten werden und kühlte weiter ab. «Der Schaden ist sehr groß. Es wird mehrere Monate, vielleicht über ein Jahr dauern, das Werk wieder aufzubauen», sagte Anaya.

Im Fernsehen war am Mittwoch zu sehen, wie dichter, schwarzer Rauch über der Raffinerie aufstieg. Die Druckwelle sei noch in zehn Kilometern Entfernung zu spüren gewesen und habe in der Innenstadt von Coatzacoalcos Fensterscheiben zu Bruch gehen lassen, sagte der Gouverneur von Veracruz, Javier Duarte, im Fernsehsender Televisa.

Nach der Evakuierung des Firmengeländes und der Nachbarschaft konnten die Anwohner am Donnerstag wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die giftige Wolke habe sich aufgelöst, sagte Zivilschutz-Chef Puente. Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

Pemex-Mitteilung

Pemex bei Twitter

Fernsehbericht von Televisa

Puente bei Twitter

Duarte bei Twitter

Zivilschutz bei Twitter

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erstellt am 21.Apr.2016 | 17:04 Uhr

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