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Deutschland & Welt

11. Dezember 2016 | 14:54 Uhr

Konflikte : Merkel verurteilt Putschversuch in der Türkei: «Panzer sind Unrecht»

vom

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Putschversuch türkischer Militäreinheiten gegen die Regierung und den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan «aufs Schärfste» verurteilt. Zugleich mahnte sie am Samstag in Berlin die Einhaltung demokratischer Werte an.

Merkel sagte: «Gerade im Umgang mit den Verantwortlichen für die tragischen Ereignisse der letzten Nacht kann und sollte sich der Rechtsstaat beweisen.» Die Demokratie, die die Rechte aller achte und Minderheiten schütze, sei die beste Grundlage dafür. Deutschland stehe an der Seite all jener in der Türkei, die die Demokratie und den Rechtsstaat verteidigten.

Die CDU-Vorsitzende betonte: ««Gerade im Umgang mit den Verantwortlichen für die tragischen Ereignisse der letzten Nacht kann und sollte sich der Rechtsstaat beweisen.» (...) Panzer auf den Straßen und Luftangriffe gegen die eigene Bevölkerung sind Unrecht.» Und: «Es ist tragisch, dass so viele Menschen diesen Putschversuch mit dem Leben bezahlt haben. Das Blutvergießen in der Türkei muss jetzt ein Ende haben.»

Die Bundesrepublik sei mit der Türkei in täglicher Zusammenarbeit, als Nato-Partner und durch Millionen von Menschen, die in Deutschland lebten und familiäre Wurzeln in der Türkei hätten, eng verbunden. «Ich wünsche dem türkischen Volk, dass nach den traumatischen Erlebnissen der letzten Stunden innerer Frieden im Lande wieder einkehrt. Ich wünsche ihm, dass gewalttätige Konfrontation und Spaltung überwunden werden können.»

Das Bundesverteidigungsministerium stehe in enger Verbindung mit den in der Türkei stationierten Bundeswehrsoldaten, um deren Sicherheit jederzeit zu gewährleisten. Sie persönlich habe laufend Kontakt zu Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Vizekanzler Sigmar Gabriel (beide SPD) sowie zu Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU).

«Wir legen allen Deutschen, die jetzt in der Türkei sind, dringend ans Herz, alle Hinweise unseres Auswärtigen Amtes zur Lage in der Türkei aufmerksam zu verfolgen und sich in diesen Tagen der Ungewissheit umsichtig zu verhalten.»

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erstellt am 16.Jul.2016 | 17:53 Uhr

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