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Deutschland & Welt

08. Dezember 2016 | 23:16 Uhr

Galicien im Nordwesten Spaniens : Mehrere Tote und Verletzte bei Zugunglück in Spanien

vom

Erneut ein Zugunglück in Galicien: Im nordspanischen O Porriño entgleist eine Bahn. Es gibt Tote und Verletzte.

Pontevedra | Bei einem Zugunglück in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens sind mindestens vier Menschen getötet und weitere verletzt worden. Das bestätigte die Stadtverwaltung der zuständigen Stadtverwaltung von O Porriño am Freitag. Insgesamt seien 50 Menschen verletzt worden, sagte der stellvertretende Bürgermeister des Ortes O Porriño, wo der Zug am Freitag entgleist war, dem Fernsehsender 24Horas. Einer der Verletzten schwebe in Lebensgefahr. Bei einem der Todesopfer handelt es sich laut der Zeitung „La Voz de Galicia“ um den portugiesischen Lokführer. „El Mundo“ zitierte die Lokalpolizei mit den Worten, es handele sich um „eine große Zahl von Verletzten“. In dem Zug sollen laut Bahnbetreiber Renfe 60 Menschen gewesen sein.

<p>Der Zug ist in der Nähe der Station O Porriño in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens entgleist.</p>

Der Zug ist in der Nähe der Station O Porriño in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens entgleist.

Foto: dpa

Der Zug, der der staatlichen portugiesischen Bahngesellschaft Comboios gehörte, war von der spanischen Hafenstadt Vigo in Galicien aus unterwegs nach Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals. Unter den Opfern ist auch der portugiesische Lokführer.

Ein Augenzeuge sagte dem TV-Sender Antena 3, der Zug sei sehr schnell gefahren. „El Mundo“ berichtete, er stamme aus den 80er Jahren und habe eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern gehabt. Plötzlich habe es einen ohrenbetäubenden Knall gegeben, so der 65-jährige Augenzeuge, der an einer Bahnschranke wartete: „Es gab eine Explosion und dann stieg eine riesige Rauchwolke auf. Man konnte nichts mehr sehen.“ Viele Menschen seien sofort zum Zug gelaufen, um den Passagieren zu helfen.

Fotos zeigten die völlig zerstörten Trümmer des ersten Waggons, der offenbar gegen einen Laternenmast geprallt war. Im Hintergrund ist eine Steinbrücke zu sehen. Ob der Zug diese ebenfalls rammte, war unklar.Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Unglücksursache ein.

Möglicherweise habe es auf der Strecke Arbeiten gegeben, zitierten Medien die Stadtverwaltung von O Porriño. Die Daten der aus den Trümmern geborgenen Blackbox sollten bei der Klärung der Hintergründe helfen, so die Ermittler.

<p>Der Zug ist in der Nähe der Station O Porriño in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens entgleist.</p>

Der Zug ist in der Nähe der Station O Porriño in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens entgleist.

Foto: dpa

Erst vor drei Jahren hatte sich ebenfalls in Galicien ein verheerendes Zugunglück ereignet. Am 24. Juli 2013 war ein Schnellzug in Angrois bei Santiago de Compostela mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve gefahren und entgleist. Neben 80 Todesopfern gab es damals auch 144 Verletzte.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 12:32 Uhr

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