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Kultur

05. Dezember 2016 | 17:42 Uhr

Literatur : Von Pol zu Pol mit Hans Christoph Buch

vom

Es gibt wohl kaum eine Weltgegend, in der Hans Christoph Buch (72) nicht schon gewesen wäre. 1994 reiste der deutsche Schriftsteller auf einem argentinischen Eisbrecher in die Antarktis. Was er dort erlebte, hat er nun in der Erzählung «Elf Arten, das Eis zu brechen» verarbeitet.

Die Fahrt ist Auftakt zu einer literarischen Reise, die Buch nicht nur zu einem DDR-Ornithologen führt, der am Südpol die Wende verpasste, sondern im weiteren Verlauf bis hoch in die kanadische Arktis - Abstecher in die Sowjetunion der 70er Jahre und zu den Roten Khmer in Kambodscha inbegriffen. Aber Buch wäre nicht Buch, wenn es in seinem neuen Werk nicht auch wieder um Haiti ginge. Denn dort wurde sein Vater geboren, der im Nationalsozialismus als Mischling diskriminiert wurde und in der Bundesrepublik als Diplomat Karriere machte.

In drei Kapiteln - «Wer bin ich?», «Woher komme ich?» und «Wohin gehe ich?» - liefert Buch eine lesenswerte Mixtur aus Familien- und Zeitgeschichte, in der das Eis auch als Symbol für den Tod steht.

- Hans Christoph Buch: Elf Arten das Eis zu brechen, Frankfurter Verlagsanstalt, 256 Seiten, 21 Euro, ISBN 978-3-627-002230-5.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 13:36 Uhr

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