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Kultur

05. Dezember 2016 | 01:30 Uhr

Literatur : Vierte Bestattung von Pablo Neruda eingeleitet

vom

Mit einer Zeremonie im chilenischen Kongress ist die vierte Bestattung des Leichnams des vor 43 Jahren gestorbenen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda eingeleitet worden.

Die 2013 exhumierten Überreste wurden am Montag im alten Parlamentsgebäude in Santiago de Chile aufgebahrt. Am Dienstag soll dann der Sarg wieder in Isla Negra, dem letzten Wohnort Nerudas 110 Kilometer östlich von Santiago, bestattet werden.

Neruda war exhumiert worden, um die bisher unklare Todesursache zu klären. Es gab den Verdacht, er könnte vergiftet worden sein. Der Kommunist starb am 23. September 1973, zwölf Tage nach dem Putsch von Augusto Pinochet gegen Präsident Salvador Allende. Der Freund des Sozialisten Allende hatte eine Ausreise ins Exil nach Mexiko geplant.

In Gewebeproben konnte in Labors in Chile, den USA und Spanien keine Vergiftung festgestellt werden. Aber einige DNA-Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Seine Krankenakte ist verschollen, die offizielle Theorie besagte, er sei an Prostatakrebs gestorben.

Der Autor des «Canto General» (Der große Gesang) war zunächst in der Hauptstadt Santiago de Chile beerdigt worden, dann einmal umgebettet worden. 1992 kamen seine Überreste schließlich nach Isla Negra. Dort war er im Garten seiner Residenz neben seiner letzten Frau Matilde Urrutia beigesetzt worden. Dort soll er nun nach der Zeremonie im Kongress am Dienstag endgültig seine letzte Ruhe finden.

Neruda war von 1945 bis 1948 Mitglied des Parlaments, als Senator der Kommunistischen Partei. 1971 erhielt der Poet den Literaturnobelpreis zugesprochen. Sein Haus in Isla Negra ist ein Museum.

Informationen zum Neruda-Museum auf Isla Negra

Bericht Sender Radio Cooperativa, Span.

Bericht Zeitung La Tercera, Span.

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erstellt am 26.Apr.2016 | 08:19 Uhr

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