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Kultur

10. Dezember 2016 | 00:17 Uhr

Band aus Flensburg : Viel Neues von Santiano: Kinder-Hörspiel, Live-DVD, Unplugged-Tournee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auch ein vorweihnachtliches Heim-Konzert in der Flens-Arena und ein viertes Studioalbum sind in Planung.

Flensburg | Es ist etwas ruhig geworden um Flensburgs erfolgreichsten Musikexport aller Zeiten. Doch keine Angst: „Santiano“ sind weder vom Kurs abgekommen noch haben sie Schiffbruch erlitten. Sie haben nur für ein paar Wochen im Heimathafen festgemacht, um das Schiff zu überholen und neue Reisepläne zu schmieden. Schon im kommenden Jahr geht es wieder auf Tournee, dann zum ersten Mal im klanglich reduzierten Unplugged-Format.

Und es gibt tatsächlich ein neues, etwas anderes Album. Die Barden werden zu Sprechern: In dem Hörspiel „König der Piraten“ nach der Geschichte von Santiano-Texter Lucas Hainer übernehmen Björn Both, Axel Stosberg, Andreas Fahnert, Pete Sage und Hans-Timm Hinrichsen die wichtigsten Rollen einer kindergerechten Piratenstory – geeignet für Kinder ab acht Jahren.

Dazu kommen zwölf Songs aus der Hitschmiede der Flensburger Produzenten von „Elephant Music“, die vor fünf Jahren das Projekt Santiano vom Stapel ließen. „Die Idee zu einem Musical hatten wir schon vor einigen Jahren“, erinnert sich Sänger Axel Stosberg. Nun ist es ein Kinder-Hörspiel mit viel Musik geworden. In einem Studio in Berlin wurde es produziert, das Ganze sei hochprofessionell abgelaufen, so Stosberg, und habe viel Spaß gemacht. Die Sängerin Oonagh, ebenfalls ein Gewächs aus dem „Elefantenstall“, ist mit einer Rolle und einigen Songs dabei, auch der junge Musiker Leon Mancilla von der Band „Salamanda“. Da der kleine Freddy seinen Papa, den berühmten Piratenkapitän, bis zum Schluss nicht findet, ist eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen. Auch eine Bühnenfassung hält Stosberg für denkbar – und erinnert an Peter Maffays ungemein erfolgreiche Kreation „Tabaluga“. Seit wenigen Tagen ist die Doppel-CD auf dem Markt: CD 1 enthält das gesamte Hörspiel, CD 2 nur die Songs.

Große Arenen sind für die Experten des nautisch-rockigen Liedgutes nichts Besonderes mehr. Seit Jahren füllen sie in ganz Deutschland regelmäßig die größten Hallen und Open-Air-Plätze. Doch das Konzert auf der Berliner Waldbühne im September sei dann doch noch eine Nummer größer gewesen, so Axel Stosberg: „20.000 Leute vor der Brust – ein Wahnsinn!“ Das Konzert wurde mit 19 Kameras gefilmt, es wurde noch mal extra Pyrotechnik aufgefahren. Jetzt kann man das größte Santiano-Konzert zu Hause auf DVD noch einmal anschauen, auch eine CD und eine Blue Ray sind auf dem Markt.

Die ersten drei Studioalben erreichten allesamt die Spitze der Charts, zusammen wurden weit mehr als eine Million Exemplare abgesetzt. Für das vierte lassen sich Musiker und Produzenten Zeit, es soll im Herbst erscheinen. „Derzeit sind wir oft im Studio“, sagt Stosberg. Die vorhandenen Alben wurden jetzt auch in Vinyl herausgegeben.

Doch Santiano ist und bleibt eine Live-Band. Die Tournee ist zwar schon längst beendet, doch das vorweihnachtliche Heimspiel will sich die Band nicht nehmen lassen. Dafür werden die Trucks wieder beladen, und alles wird in die Flens-Arena gekarrt, wo die Band am 10. Dezember ein Experiment wagt: „Wir lassen erstmals den Innenraum unbestuhlt“, warnt Stosberg. Die Leute würden ohnehin nach zwei oder drei Songs aufstehen. Wer sitzen möchte, muss auf die Tribünenplätze gehen.

Ein Experiment ist es auch, den mächtigen Rocksound der Band abzuspecken und zu entfetten. Aber alle erfolgreichen Bands wollen irgendwann „unplugged“ spielen. So gehen die Helden der Hallen im Frühjahr auf eine Akustik-Tour in kleinere Säle wie das Tempodrom in Berlin oder das Mehr-Theater am Hamburger Großmarkt. „Wir arbeiten noch an der Konzeption“, so der Sänger. Neben den Gitarren werden Fiddle, Tin Whistle, die irische Handtrommel Bodhran und die Trommelkiste Cajón zu hören sein.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 07:09 Uhr

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