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Kultur

11. Dezember 2016 | 14:54 Uhr

Literatur : «Tod am Kap»: Geschichte des Burenkriegs

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In mancher Weise gab der Burenkrieg (1899-1902) am Kap einen brutalen Vorgeschmack auf den totalen Krieg des 20. Jahrhunderts.

Die britische Kolonialregierung verfolgte im Kampf gegen die Buren eine Politik der verbrannten Erde. Sie internierte über 200 000 Zivilisten in Lager, in sogenannte «concentration camps», wo vor allem viele Kinder starben. Doch auch auf britischer Seite war die Zahl der Opfer enorm.

In seinem Buch «Tod am Kap» liefert der niederländische Historiker Martin Bossenbroek den bisher wohl umfassendsten Überblick über den Burenkrieg. Dabei kommt ihm reichhaltiges Quellenmaterial zugute, denn dieser Krieg war auch ein Medienereignis. Bossenbroek begleitet exemplarisch drei Personen, die unterschiedliche Standpunkte vertreten: den niederländischen Juristen Willem Leyds, den britischen Kriegsberichterstatter Winston Churchill und den burischen Kämpfer Deneys Reitz. Dadurch liest sich sein Buch anschaulich und sehr lebendig. Auch den Auswirkungen des Burenkriegs bis in die Gegenwart spürt der Historiker nach.

- Martin Bossenbroek: Tod am Kap. Geschichte des Burenkriegs, C.H. Beck Verlag, München, 624 Seiten, 29,95 Euro, ISBN 978-3-406-68812-6

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erstellt am 23.Jun.2016 | 08:12 Uhr

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