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Schwedische Singer-Songwriterin : Sophie Zelmani: Pure Schönheit, sanfte Traurigkeit

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Sie wohnt hoch im Norden, weit ab vom Schuss: Seit über 20 Jahren veröffentlicht die Schwedin Sophie Zelmani ein kleines Meisterwerk nach dem anderen. Berührend sind sie alle.

Die schwedische Sängerin Sophie Zelmani ist keine Künstlerin, die sich ständig neu erfinden muss. Sanfte Töne und eine leicht melancholische Grundstimmung zeichnen alle ihre Songs seit ihrem selbstbetitelten Debüt von 1995 aus.

Seit über 20 Jahren geht die sensible Singer-Songwriterin unbeirrt ihren eigenen Weg, singt über die Liebe und das Leben und bringt in schöner Regelmäßigkeit Alben heraus. «My Song» ist bereits ihr 12. Werk, das erneut durch berückende Schönheit, große Wärme und einfühlsame Traurigkeit berührt.

Diese Kontinuität gilt auch für den Produzenten. Seit 23 Jahren arbeitet Sophie Zelmani mit Lars Halapi zusammen - und die beiden beherrschen das Kunststück, Songs immer wieder aufs neue reduziert und doch ganz unterschiedlich zu instrumentieren und zu arrangieren. Und so ist der musikalische Kosmos von Sophie Zelmani gleichermaßen vertraut und aufregend neuartig.

Der Opener «Bless Me» ist ein schöne Piano-Ballade - eine Ode an den Regen, «My Song» mit einem smarten Bass ist für Zelmani-Verhältnisse geradezu groovy und verliert sich in hippieskem Spiel. Die Akustik-Gitarre verführt »Dreams Are Better» zu einer schwebenden Träumerei, während die Schwedin bei «When Times Are Bad» gar das Midtempo für einen kurzen Moment anzieht, um mit dramatischen Streichern knisternde Spannung zu erzeugen. Und wer im Dämmerlicht angesiedelte Songs schreibt, der braucht auch schon mal ein Saxophon («Something More»).

Es sind die feinen Nuancen, kleinen Kniffs und Drehs, die verfeinerten Stimmlagen und kunstvoll-verhaltenen Arrangements, das Spiel mit Distanz und Nähe mit denen die Songs von Sophie Zelmani immer wieder zu einer unaufhörlichen Entdeckungsreise einladen.

Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss: Wie ein Boot auf einem sanft dahinfließenden Strom muss man sich das seelenvolle Album «My Song» vorstellen. Da mag es zwar die eine oder andere kleine Stromschnelle geben, aber das Dahindriften in purer Schönheit ist niemals in Gefahr.

Dazu passt, dass der Titel ihres neuen Albums von einem Boot aus den 30er Jahren inspiriert wurde, das den Namen «My Song» trug - und das sich langsam am Horizont verlor, währen Sophie Zelmani ihm auf einer Brücke stehend berührt nachblickte.

Tourdaten: 07.06. Hamburg - Knust, 08.06. Berlin - Heimathafen Neukölln, 09.06. Ettersburg - Pfingst Festival

Website Sophie Zelmani

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erstellt am 19.Apr.2017 | 15:33 Uhr

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