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Kultur

10. Dezember 2016 | 04:08 Uhr

Literatur : Qui Xiaolong: «Schakale in Shanghai»

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Oberinspektor Chen hat sich in Shanghai unbeliebt gemacht. Er wird weggelobt und erhält eine Position mit hochtrabendem Titel und wenig Einfluss.

Weitaus schlimmer ist jedoch, was in seinem Umfeld geschieht: Die Wohnung seiner Mutter wird verwüstet, eine Freundin wird getötet und bei einer Razzia entgeht er nur zufällig einer Verhaftung. Chen weiß nicht, aus welcher Richtung die Bedrohung kommt. Es kann das organisierte Verbrechen sein, aber genauso gut hohe Parteikader, die ihn loswerden wollen.

Qiu Xiaolong, der seit dem Massaker in Peking 1989 im amerikanischen Exil lebt, hat mit den Shanghai-Krimis um Chen Cao für westliche Leser eine neue Welt und den Blick in das heutige China geöffnet. In dem neuen Roman «Schakale in Shanghai» ist die Krimihandlung daher fast Nebensache, denn faszinierender ist der chinesische Alltag. Er zeigt ein Land im radikalen Umbruch zur modernen Weltmacht, aber auch die stete Präsenz einer über 2000 Jahre alten Kultur, die sich in Reminiszenzen an Dichtkunst und Philosophie äußert.

- Qiu Xiaolong: Schakale in Shanghai, Paul Zsolnay Verlag, Wien, 320 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-552-05770-8.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 17:09 Uhr

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