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Kultur

02. Dezember 2016 | 19:15 Uhr

Kunst : Preußenstiftung einigt sich mit Glaser-Erben

vom

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin hat sich in einem weiteren Fall mit den Erben des jüdischen Kunstsammlers Curt Glaser (1879-1943) geeinigt. Glaser war zur NS-Zeit emigriert und hatte seinen Besitz versteigern lassen.

Im Bestand der Preußenstiftung wurden zwei Zeichnungen und mehrere Fotos identifiziert, die ursprünglich ihm gehörten, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Die Werke könnten aber nun gegen Zahlung einer Entschädigung in der Sammlung bleiben. Die Summe wurde nicht genannt.

Glaser zählte laut Preußenstiftung zu den bekanntesten Kunsthistorikern der Weimarer Republik. Er war Direktor der Staatlichen Kunstbibliothek. «Ohne nationalsozialistische Verfolgung wäre Professor Curt Glaser nicht gezwungen gewesen, seine Heimat zu verlassen und sich von einem Großteil seines Besitzes zu trennen», zitiert die Stiftung den Erben-Anwalt David J. Rowland.

Die Stiftung hatte sich bereits 2012 mit den Nachfahren geeinigt. Sie gab damals vier Werke von Edvard Munch und Ludwig Kirchner zurück. Die beiden Zeichnungen von 1796, die nun bei weiterer Forschung im Kupferstichkabinett auffielen, sind Entwürfe für ein Relief von Christian Bernhard Rode. Die Nationalgalerie hatte sie vor Glasers Emigration ersteigert. Gefunden wurden auch 26 Fotos, die er mit Tausenden Fotos der Kunstbibliothek geschenkt hatte.

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erstellt am 20.Apr.2016 | 17:16 Uhr

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