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Kultur

03. Dezember 2016 | 22:59 Uhr

Journalistin Noor Tagouri : Premiere: Frau mit Kopftuch für den Playboy abgelichtet

vom

Novum in der Geschichte des „Playboy“: Zum ersten Mal wurde eine Muslimin mit einem Hidschab für das US-Männermagazin abgelichtet. Die Reaktionen fallen gespalten aus.

Die amerikanische Journalistin Noor Tagouri taucht im Rahmen der Reihe „Renegades 2016“ in der Oktober-Ausgabe des „Playboy“ auf. Mit dieser Serie sollen Menschen aus verschiedenen Branchen (unter anderem Comedians, Autoren) geehrt werden, die viel riskiert haben, um das zu tun, was sie lieben. Dies ist Teil einer neuen Strategie des US-Männermagazins, das sich zunehmend von seinem einstigen Schmuddel-Image trennen will und deshalb seit Frühjahr keine Nacktbilder mehr veröffentlicht.

 

Noor Tagouri ist in der langen Geschichte des „Playboy“ die erste muslimische Frau, die mit einem Kopftuch abgelichtet wird. Die 22-Jährige trägt dabei neben dem Kopftuch eine Lederjacke, Jeans und Turnschuhe. Im Interview mit dem Männermagazin berichtet sie, dass sie davon träume, die erste Nachrichtensprecherin der USA zu werden, die ein Kopftuch trägt. Sie betont weiter, dass das Kopftuch sie gar zu einer besseren Journalistin mache, da ihre Interviewpartner ihr dadurch mehr Vertrauen entgegenbringen würden.

Gemischte Reaktionen

Die Reaktionen auf ihre Entscheidung, sich für den „Playboy“ abzulichten, fallen gemischt aus. Vor allem für ihre Äußerungen im Interview erntet sie Lob von den Twitter-Nutzern. „Sie erschüttert die Welt mit ihrem Charisma und bleibt weiterhin bodenständig“, schreibt eine Userin. Andere wiederum kritisieren, dass sie sich für ein Magazin ablichte, das Frauen angeblich sexualisiere und entmenschliche.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 09:59 Uhr

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