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Kultur

10. Dezember 2016 | 17:37 Uhr

Museen : Parthenon-Fries: Griechenland besteht auf Rückgabe

vom

Im jahrzehntelangen Streit um die Parthenon-Friesteile beharrt Athen auf der Rückgabe der wertvollen Skulpturen aus London. «Wir bestehen darauf», sagte der griechische Kulturminister Aristidis Baltas am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Klage vor internationalen Gerichten schloss der Minister nicht aus, dies sei aber nicht der geeignete Moment. «Dies steht nicht bevor», sagte Baltas. Zuvor war von mehreren Medien berichtet worden, Athen plane zu klagen.

Die antiken Marmorelemente sind seit 1816 im Besitz des British Museum. Seit 1982 fordert Griechenland sie zurück, die Briten verweigern dies bislang.

Es müsse ein weltweites Bewusstsein entstehen, wie wichtig es sei, dass das Weltkulturerbe vollständig sei, sagte der Minister. Dafür arbeiteten mehrere Vereinigungen und Initiativen weltweit. «Wir bedanken uns dafür.» Dies gelte besonders für die Menschen in Großbritannien, die sich für die Rückgabe einsetzen.

Noch im Oktober 2014 hatte die Anwältin Amal Clooney, Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney, erklärt, die Rückgabe müsse vor internationalen Gerichten verhandelt werden - es sei eine gerechte Forderung. Die Londoner Kanzlei, für die Amal Clooney arbeitet, vertritt die Griechen seit 2011. Noch aber ist es zu keinem Prozess gekommen.

In Regierungskreisen in Athen heißt es, eine Gerichtsentscheidung gegen die Interessen Griechenlands wäre das Ende der Bemühungen. Deswegen müsse man sich das gut überlegen und vorerst weiter auf die «emotionale Tour» setzen. 

Der britische Botschafter Lord Elgin hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile («Elgin Marbles») des Parthenons abbauen und nach England bringen lassen. Er verkaufte sie 1816 an das Britische Museum. 56 von 96 Platten des Frieses befinden sich seitdem dort.

Der Parthenon («Jungfrauengemach») ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenlands. Athen hatte 2009 ein neues Museum unterhalb der Akropolis gebaut. Dort werden die echten und die fehlenden Friesteile als Nachbildungen ausgestellt.

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erstellt am 12.Mai.2016 | 18:04 Uhr

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