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Kultur

03. Dezember 2016 | 16:41 Uhr

Vor erster „Tagesthemen“-Sendung : „Möge die Nacht mit euch sein!“: Ein Schlusssatz für Ingo Zamperoni

vom
Aus der Onlineredaktion

Mit welchem Schlusssatz wird Ingo Zamperoni die „Tagesthemen“ beenden? Bei Twitter häufen sich die Vorschläge.

Berlin | Ingo Zamperoni (42) sucht noch einen Schlusssatz für die „Tagesthemen“, die er von Montag an moderiert. Jedenfalls behauptet er das in einem Videoclip, den unter anderem der „Tagesthemen“-Account seit Freitag auf Twitter verbreitet hat. Schließlich haben sich etliche seiner Vorgänger nicht zuletzt mit mehr oder weniger einfallsreichen Einzeilern ausgezeichnet, mit denen sie sich immer wieder aufs Neue verabschiedeten. Zamperonis Vorgänger Thomas Roth sagte regelmäßig: „Kommen Sie gut durch die Nacht!“

Mit dem Schlagwort #Schlusssatz sind inzwischen eine Reihe von Vorschlägen für Zamperoni zusammengekommen. Manche eher boshaft wie: „Schlafen Sie gut - wenn das nicht schon geschehen ist!“ Ein anderer lehnt sich an „Star Wars“ und ein berühmtestes Filmzitat an: „Möge die Nacht mit euch sein.“

 

Andere Nutzer setzten auf Reime, etwa „Mehr, wenn ihr mich wiederseht - ihr müsst unbedingt gucken, wie es weitergeht!“ oder nach ähnlichem Schema: „Ich freu mich, Sie morgen wiederzusehen, möge die Zeit bis dahin schnell vergehen.“ Ebenfalls nicht ohne Poesie: „Träumen wir süß!“ Eine Initiative für Zahngesundheit empfahl als Schlussphrase pädagogisch wertvoll: „Zähneputzen nicht vergessen!“ Manche Twitter-User hatten noch nicht gleich die zündende Idee, finden den Ansatz aber gut: „Großartiger Humor bei @Ingo_Zamperoni und den @tagesthemen - weiter so, ob mit oder ohne #Schlusssatz.“

Humor bewiesen haben Zamperoni und seine Kollegin Caren Miosga auf jeden Fall: In dem Kurzvideo ist Zamperoni zu sehen, wie er sein Moderatoren-Sakko anprobiert und die Krawatte geraderückt. „Sach ma, Ingo, hast du eigentlich sowas wie einen Schlusssatz?“, fragt Miosga. Zamperoni zögert. „Stimmt, da war doch was“, räumt er ein. „Ehrlich gesagt hab' ich keinen.“ Das sei doch kein Problem, sagt Caren Miosga daraufhin. „Glaubst du, deine Vorgänger haben sich den ausgedacht?“

 

Dann zeigt sie ihm einen „Schlusssatzgenerator“, ein Programm auf einer alten 3,5-Zoll-Diskette. Die schiebt sie ins Laufwerk - und schon fängt der Rechner an zu arbeiten: „möge der Bessere ge “, lautet der Schlusssatz-Vorschlag, dann gibt es eine Fehlermeldung. Ein Insiderscherz: „Möge der bessere gewinnen“ war der Schlusssatz, mit dem sich Zamperoni bei der Fußball-EM 2012 Ärger eingehandelt hatte. Er hatte ihn in der Halbzeitpause gesagt, als Italien gegen Deutschland 2:0 vorne lag.

„Beenden möchte ich diese 'Tagesthemen' aus gegebenem und aus persönlichem Anlass mit den Worten des italienischen Dichterfürsten Dante: 'Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens“, hatte der Deutsch-Italiener vorher angekündigt - und beim folgenden Schlusssatz gelächelt. Manche Fußballfans werteten das als einseitige Stellungnahme für Italien - die ARD bekam zahlreiche Beschwerden.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 11:55 Uhr

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