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Kultur

03. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Glory Days : Little Mix singen selbstbewusst über Ex-Freunde

vom

Die britische Girlband Little Mix singt selbstbewusst über Liebe und Trennungen. Auf ihrem neuen Album bekommen auch Ex-Freunde ihr Fett weg.

 Sie sind die Spice Girls der jungen Generation: Die britische Girlgroup Little Mix bricht seit Jahren Rekorde ihrer berühmten Vorgängerinnen, nicht nur in ihrer Heimat. Das neue Album «Glory Days» soll daran anknüpfen.

Perrie Edwards (23), Jade Thirlwall (23), Jesy Nelson (25) und Leigh-Anne Pinnock (25) gewannen 2011 souverän die britische Castingshow «The X Factor». Im Gegensatz zu deutschen Formaten werden dort regelmäßig echte Stars geboren, darunter Leona Lewis, Olly Murs und die Boyband One Direction. Die vier Mädels von der Insel schafften es daraufhin, die Erfolge der Spice Girls aus den 90er Jahren zu übertrumpfen.

Mit ihrem Debütalbum «DNA» gelang Little Mix als erster britischer Girlgroup auf Anhieb der Einstieg in die Top Fünf der US-Charts. Es folgten fast pausenlos neue Singles, Alben und Tourneen. «Glory Days» ist bereits der vierte Longplayer der Gruppe innerhalb von vier Jahren.

«Dieses Album ist erwachsener, die Themen, das Konzept, die Texte. Es ist auch etwas frecher, mit einer klaren Haltung», sagt Sängerin Thirlwall im dpa-Interview. Frech, das sind die jungen Frauen vor allem gegenüber Männern. Die kraftvolle erste Single-Auskopplung «Shout Out To My Ex» ist eine schonungslose Abrechnung mit dem Ex-Freund. «Vergiss' den Typen, ich bin drüber weg. Ich hoffe, sie (die Neue) bekommt besseren Sex», singen die Britinnen ihren Frust heraus.

«Wir alle haben Trennungen durchgemacht in den vergangenen Jahren. Darum ist es irgendwie klar, dass wir über dieses Thema singen. Der Song war ein Risiko, weil er sehr direkt ist», sagt die 23-jährige Thirlwall. In den Klatschspalten sorgte besonders das Verhältnis von Edwards mit Ex-One-Direction-Sänger Zayn Malik für Interesse.

Das Selbstbewusstsein der Vier spiegelt sich in vielen der zwölf Popsongs wieder. In «You Gotta Not» fordert die Girlband einen starken Mann, der sich nicht wie ein Kind verhält. In «Power» singen die Britinnen: «Du bist der Mann, aber ich habe die Macht. Ich bin diejenige, die die Kontrolle hat.»

Das Signal ist klar: Little Mix («Love me Like You») wollen vor allem an junge Frauen appellieren, sich nicht unterdrücken zu lassen. Schließlich ist das Thema Gleichberechtigung auch im Jahr 2016, in dem ein Donald Trump mit machohaften Aussagen zum US-Präsidenten gewählt wird, ein Thema. 

So werden die ehemaligen Castingshow-Teilnehmerinnen öfter für ihre zum Teil freizügigen Bühnenoutfits kritisiert. «Wir sind davon überzeugt, dass es egal ist, was du trägst, solange du dich selbst darin wohl fühlst. Für einige ziehen wir uns zu sexy und provokant an. Aber wir sind einfach selbstbewusste junge Frauen», findet Thirlwall, die in der kürzlich veröffentlichten Band-Biografie sehr offen über ihre frühere Magersucht berichtet.

Der Sound von Little Mix - zusammen mit der US-Gruppe Fifth Harmony die derzeit erfolgreichste Girlgroup - ist vor allem disco- und radiotauglich. Die Dance- und Uptempo-Nummern (es gibt nur eine Ballade auf dem Album) gehen sofort ins Ohr und verbreiten gute Laune. Etwa «Oops», die Kollaboration mit US-Newcomer Charlie Puth (24), oder das harmonische «F.U.», das perfekt zu einem ungemütlich-kalten Herbstabend passt.

Mit «Glory Days» gehen die vielbeschäftigten Freundinnen erneut auf Tour. Zunächst in ihrer Heimat, aber die Chancen stünden gut, dass bald auch die deutschen Fans ihre selbstbewussten Songs über Liebe und Trennungen live zu hören bekommen.

Website Little Mix

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erstellt am 22.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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