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Kultur

10. Dezember 2016 | 07:56 Uhr

Eine Frage des Humors : Leon de Winter hat keine Angst vor El Kaida

vom

Leon de Winter ist bekannt für seine ungewöhnlichen Plots - sein neues Buch «Geronimo» ist jedoch geradezu «verrückt». Das muss man dem niederländischen Schriftsteller gar nicht mehr sagen - er weiß es selber.

Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter (62) fühlt sich nicht unsicher, weil er in seinem neuen Buch «Geronimo» humoristisch über Osama bin Laden schreibt.

«Ich habe keine Gefahren bemerkt und keine Drohungen von El-Kaida-Leuten», sagte de Winter am Mittwochabend bei der ersten Veranstaltung der diesjährigen Lit.Cologne Spezial in Köln. 

De Winter beschreibt den Terrorchef Bin Laden als einen Mann, der sich am Leben mit seinen drei Frauen, am Eisessen sowie an nächtlichen Exkursionen an der frischen Luft erfreut - und gleichzeitig davon träumt, den Westen mit verheerenden Anschlägen zu erschüttern. «Wenn man ein Buch schreibt und eine Figur nicht respektiert, ist das Buch nicht gut», sagte de Winter. «Nein, ich dachte, ich will auch diese Perspektive. Es macht Spaß, auf diese Weise dem Monster zu folgen.»

In den Niederlanden, wo «Geronimo» im Mai 2015 erschien, reichten die Reaktionen von Begeisterung bis zu heftiger Ablehnung. Zu seinem Kölner Publikum sagte De Winter vorsorglich: «Wenn Sie mir nachher sagen: "Es ist ein verrücktes Buch" - das weiß ich. Sie müssen es mir nicht sagen.»

Die Lit.Cologne Spezial ist der kleine Herbst-Ableger des alljährlich im März stattfindenden Kölner Literaturfestivals und bietet diesmal unter anderem Lesungen mit Christian Kracht, Anke Engelke, Cody McFadyen, Axel Hacke, Christoph Ransmayr, und dem Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 11:07 Uhr

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