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Kultur

10. Dezember 2016 | 21:36 Uhr

Kunst : Kunstprojekt: Kleid lag zwei Monate im Toten Meer

vom

Die israelische Künstlerin Sigalit Landau hat ein schwarzes Kleid zwei Monate lang im Toten Meer versenkt. Mit der Zeit setzten sich mehr und mehr Salzkristalle auf dem Stoff ab und verwandelten es in ein schneeweißes, starres Gebilde, das Landau «Salzbraut» getauft hat.

Bilder des bizarren Kunstobjekts sind noch bis zum 3. September in der Ausstellung «Salt Bride» des Marlborough-Museums in London zu sehen.

Acht Aufnahmen des Fotografen Jotam From zeigen die allmähliche Verwandlung des Kleids, das einem traditionellen Gewand strengreligiöser Jüdinnen nachempfunden ist. «Die Alchemie des Meeres verwandelt das schlichte Gewand mit der Zeit von einem Symbol des Todes und des Wahnsinns in das Brautkleid, das es ursprünglich sein sollte», hieß es in der Mitteilung des Museums.

Das Tote Meer (hebräisch: Salzmeer), im Grenzgebiet zwischen Israel, dem Westjordanland und Jordanien gelegen, ist das salzhaltigste Binnengewässer am tiefsten Punkt der Landfläche der Erde.

Künstlerin Landau sieht das Tote Meer als magischen Ort. Der Besuch dort sei «wie ein Treffen mit einem anderen Zeitsystem, einer anderen Logik, einem anderen Planeten», sagte sie. «Es sieht aus wie Schnee, wie Zucker, wie die Umarmung des Todes; feste Tränen, wie eine weiße Hingabe an Feuer und Wasser zugleich.»

Marlborough-Museum in London

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erstellt am 31.Aug.2016 | 12:29 Uhr

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