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Kultur

03. Dezember 2016 | 16:44 Uhr

Archäologie : Emder Moorleiche nach fünf Jahren Forschungsreise zurück

vom

Nach fünf Jahren wissenschaftlicher Untersuchungen ist die einzige noch erhaltene Moorleiche Ostfrieslands am Mittwoch nach Emden zurückgekehrt.

Forscher hatten das aus dem frühen Mittelalter stammende Skelett aufwendig nach naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtsmedizinischen Methoden untersucht und präpariert. Der nach seinem Fundort bei Aurich benannte «Mann vom Bernuthsfeld» (Spitzname «Bernie») wird ab August in einem neuen Bereich des Ostfriesischen Landesmuseums Emden ausgestellt.

Zwei Arbeiter hatten 1907 das 1200 Jahre alte Skelett beim Torfstechen entdeckt. Ein Archivar fertigte kurz darauf akribische Notizen von der Lage der Knochen an. Für die neue Präsentation der sterblichen Überreste hat sich der Hildesheimer Restaurator Jens Klocke stark an diesen historischen Fundort-Skizzen orientiert. Er sehe aber noch viele offene Fragen, sagte Klocke: «Warum wurde das Skelett mitten im Moor begraben, weitab von jeder Siedlung? Das wäre ein guter Stoff für einen Mittelalter-Krimi.» Auch die genaue Todesursache steht noch nicht fest, der Verdacht einer Gewalttat bestätigte sich jedoch nicht.

Wissenschaftler in Hamburg, Göttingen und Hannover hatten in den vergangenen Jahren Knochen, Haare und Kleidung des Toten untersucht. Dazu gehörte auch eine Computer-Rekonstruktion des stark beschädigten Schädels als plastisches Modell mit blondem Haarschopf in verschiedenen Varianten.

Erkenntnisse zur Moorleiche

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erstellt am 27.Jul.2016 | 17:03 Uhr

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