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Kultur

09. Dezember 2016 | 14:43 Uhr

Literatur : Cornelia Funke wünscht sich Pass als «Weltbürgerin»

vom

Die Bestsellerautorin Cornelia Funke (57) kennt Fernweh und das Gefühl der Fremde im eigenen Land. Beides spielt in ihrem neuen Kinderbuch «Fabers Schatz» eine Rolle.

«Ich bin aus Überzeugung und freiem Entschluss eine Weltbürgerin (ich wünschte, es gäbe so einen Pass!)...», sagte sie dem «Hamburger Abendblatt» von Mittwoch. Sie selbst spüre immer wieder, dass sie nicht in der Kultur lebe, in der sie aufgewachsen ist, erzählte die Schriftstellerin, die bis zu ihrem Umzug in die USA 2005 in Hamburg wohnte. Aber meist sei das ein sehr bereicherndes und inspirierendes Gefühl.

«Es muss ganz anders sein, wenn Gewalt, Hunger und Unterdrückung einen aus der Heimat vertreiben», betonte Funke. Jedes Land, in das sie komme, empfange sie mit offenen Armen, weil ihre Bücher dort schon lange vor ihrer Ankunft zu Hause gewesen seien, sagte die Autorin. «Wie anders muss es sein, wenn man eigentlich zu Hause bleiben möchte, aber nicht kann? Wie ist es möglich, mit dem Schmerz irgendwo anzukommen und sich erneut zu Hause zu fühlen? Das geht nur mit Menschen, die einem die Fremde erschließen.»

Das im Aladin Verlag erschienene Bilderbuch erzählt von Faber, dessen Opa nach Amerika zieht und ihm einen Teppich überlässt - angeblich soll der fliegen können. Nur wie das funktioniert, hat Opa nicht verraten, aber Freunde helfen Faber.

Cornelia Funke

Fabers Schatz

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erstellt am 06.Jul.2016 | 11:02 Uhr

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