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Kultur

11. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Literatur : Autoren fordern mehr Meinungsfreiheit in der Türkei

vom

Autoren und Journalisten wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu mehr Einsatz für die Meinungsfreiheit in der Türkei bewegen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, «Reporter ohne Grenzen» und die Autorenvereinigung PEN-Zentrum Deutschland starteten dazu auf der Plattform change.org eine Online-Petition.

Unter dem Titel «Für das Wort und die Freiheit - #freewordsturkey» fordern sie Bundesregierung und EU-Kommission auf, «klar Position zur Lage in der Türkei zu beziehen, die Meinungsfreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen.» Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

Wenn die Meinungsfreiheit angegriffen und stark eingeschränkt werde, müssten Bundesregierung und EU-Kommission ihre Politik gegenüber solchen Ländern überprüfen. «Zudem benötigen betroffene Journalisten und Autoren schnelle Hilfe von Deutschland und Europa, zum Beispiel durch die unbürokratische Ausstellung von Nothilfe-Visa», heißt es in dem Text, der sich an Merkel und an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker richtet.

Seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei seien über 130 Medienhäuser geschlossen worden, darunter 29 Buchverlage, die zusätzlich enteignet wurden. «Unter Publizisten und Verlegern herrschen Angst und Existenznot.» Die Freiheit des Wortes sei ein Menschenrecht und nicht verhandelbar. Die Petition wurde auf Deutsch, Englisch und Türkisch gestartet.

#freewordsturkey

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erstellt am 27.Aug.2016 | 12:32 Uhr

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