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Deutschland & Welt

10. Dezember 2016 | 13:56 Uhr

Aus Luxus-Restaurant wird Pop-up : Kopenhagener Noma zieht vorübergehend nach Mexiko

vom

Neue Impulse für die nordisch-globale Küche: Eines der besten Restaurants der Welt „hospitiert“ ab April in Mexiko.

Kopenhagen/Tulum | Das Kopenhagener Nobel-Restaurant Noma hat derzeit kein festes Zuhause. 2016 sollte eine Art Sabbatjahr für die die kulinarische Leuchte Nordeuropas werden, verstanden als ein Jahr der Inspiration. Statt zu ruhen, öffnet sich die Belegschaft neuen Geschmacksrichtungen. Während auf einem „urbanen Bauernhof“ in Kopenhagen die neue Luxus-Adresse für das Noma entsteht, schlägt das Restaurant vom 12. April bis zum 28. Mai vorübergehend in Mexiko seine Zelte auf. In der Stadt Tulum zwischen Urwald und Karibik werden die Dänen sechs Wochen lang ein so genanntes Pop-up-Restaurant betreiben, wie man es in etwa von Festivals oder Wochenmärkten kennt.

Das Restaurant, das insgesamt viermal den Titel als „Weltmeister der Gastronomie“ in der Rangliste des britischen Magazins „Restaurant Magazine“ gewann, will mit regionaler Küche zu einer globalen Marke werden. In letzter Zeit betrieb das Noma bereits Pop-up-Restaurants in Australien und Japan.

Noma-Chef Rene Redzepi, den viele Kindheitserinnerungen mit Mexiko verbinden, freut sich auf das neue Open-Air-Restaurant und auf die mexikanische Küche, die laut ihm schon vorher die Noma-Geschmacksnoten beeinflusst hat. Die dortige Küche sei voller Zutaten, von denen er vor einiger Zeit noch gar nichts gewusste habe, schreibt er auf der Noma-Website. In den vergangenen sechs Monaten sei er quer durch das Land gereist, um Küche und Kultur kennenzulernen. Vor allem die Zubereitung von Fischgerichten habe ihn inspiriert, sagt Redzepi.  Rosio Sanchez, eine in den USA geborene Mexikanerin, die vorher stellvertretende Küchenchefin bei Noma war, sorgt für noch mehr Kreativität auf dem Menüplan. Sie hatte seit Sommer 2015 in der luxuriösen Torvehalle von Kopenhagen einen Stand für Tacos betrieben. Die „Vogue“ und kulinarische Fachmagazine berichteten in den letzten Monaten über den jungen Stern.

Rene Redzepi will die nordische Küche neu würzen.
Rene Redzepi will die nordische Küche neu würzen. Foto: imago/ZUMA Press

Redzepi, der unter anderem mit Ameisen auf der Menükarte für Trubel gesorgt hat, will künftig einen eigenen Hof mit einem Vollzeit-Landwirten betreiben, um noch bessere, gesündere Rohstoffe für seine Küche zu bekommen. Das Restaurant setzt seit jeher auf kreative Interpretation nordischer Gerichte, die bevorzugt aus heimischen Produkten entstehen.

Ab 6. Dezember werden Reservierungen entgegengenommen.

(mit nordschleswiger.dk)

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erstellt am 21.Nov.2016 | 13:54 Uhr

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