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Kindernachrichten

05. Dezember 2016 | 21:47 Uhr

Literatur : Wie Fabelwesen zur Welt kommen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Interview mit Cornelia Funke finden Kina-Reporter heraus, wie sie die magischen Geschöpfe für ihre Bücher findet.

Sie erfindet zahlreiche Figuren, Fabelwesen und fantastische Welten. Damit begeistert sie Millionen von Lesern und Hörern. Cornelia Funke war aber Illustratorin, bevor sie mit 28 Jahren anfing, Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Im September ist ihr neues Buch „Die Feder eines Greifs“ erschienen, die Fortsetzung von „Drachenreiter“. Mit den Kina-Reporter Jeanine, Enya und Hjalmar sprach sie über ihre Ideen, den Ursprung von Fabelwesen und ihren Beitrag zum Naturschutz.

Was war das erste Buch, das Sie je geschrieben haben?
Das war „Die große Drachensuche“, im Grunde eine Art Skizze zu „Drachenreiter“. Viele Jahre später dachte ich, das kann ich aber besser.
Woher nehmen Sie die Ideen um ein neues Buch zu schreiben?
Die Welt ist voller fantastischer Geschichten, die ich in zehn Leben nicht alle aufschreiben könnte. Die Ideen kommen von überall her.
Was macht mehr Spaß, Geschichten schreiben oder illustrieren?
Vor ein paar Jahren hat mir noch das Schreiben mehr Spaß gemacht, das stimmt aber überhaupt nicht mehr. Mittlerweile zeichne ich erst die Figuren, bevor ich über sie schreibe. Ich zeichne oder male eigentlich fast jeden Tag drei bis vier Stunden. Das entspannt mich, während Schreiben auch sehr anstrengend sein kann.
Glauben Sie selber an die Fabelwesen in ihren Büchern?
Ich glaube, dass es auf der Erde so viele magische Kreaturen gibt, dass dagegen die Fabelwesen fast verblassen. Zum Beispiel gibt es eine Qualle, die unsterblich ist und sich immer wieder erneuert. Ich glaube, dass wir uns Fabelwesen erfinden, weil wir oft den Wunsch haben, mit Tieren reden zu können. In meinen Büchern vermische ich oft verschiedene Tiere und erschaffe so neue Wesen.
Warum ist der zweite Teil von „Drachenreiter“ erst 19 Jahre nach dem ersten erschienen?
Ich habe es schon vorher versucht, aber ich wollte die Leser nicht enttäuschen, indem es nur ein Abklatsch vom ersten wird. Als wir an einem Comic dazu arbeiteten, habe ich so Lust bekommen zu schreiben, dass der Roman ganz von selbst kam.
In „Die Feder eines Greifs“ geht es um den Nachwuchs des letzten Pegasus, der vom Aussterben bedroht ist. Diese Art kann nur noch mithilfe der Sonnenfeder eines Greifs gerettet werden. Also machen sich Drachenreiter Ben und seine Gefährten auf den Weg zu diesen gefährlichen Fabelwesen. Ihre Reise führt sie nach Norwegen, Indien und Indonesien und sie begegnen vielen Tieren, die wie der Pegasus ebenfalls vom Aussterben bedroht sind.
In dem Buch geht es um den Schutz von Fabelwesen und bedrohten Arten. Wie kamen Sie dazu, dieses Thema so hervorzuheben?
Je länger ich in den USA lebe, desto mehr merke ich, wie sehr ich Pflanzen und Tiere liebe. Ich werde mich in den nächsten Jahren sehr stark dem Naturschutz widmen. Ich habe vor, ein großes Stück Land zu kaufen, wo ich Naturschutzprojekte mit Jugendlichen machen werde. Dort werden keine Gebäude errichtet, sondern nur Indianerzelte aufgebaut werden. Ich werde dieses Projekt auch bald auf meiner Website vorstellen.
Ist auch noch ein dritter Teil von „Drachenreiter“ geplant?
Ja, ich arbeite schon daran. Er wird in Alaska oder vielleicht auch in Neuseeland spielen und ich weiß auch schon, worum es geht.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 01:01 Uhr

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