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Buchtipp : Wie ein Hund gegen Sorgen hilft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Diese blutunterlaufenen Triefaugen und die Sabberpfützen, die Schlamper überall hinterlässt! Dass Mama einen derart hässlichen und widerlichen Hund aus dem Tierheim geholt hat! Dumm ist der Köter obendrein. Er findet Teppiche lecker und frisst das Knuspergebäck plus Verpackung! Nie im Leben will sich Majken mit so einem Hund anfreunden.

Genau das wünscht sich ihre Mutter aber. Durch das tägliche Gassigehen würde Majken an die frische Luft kommen und nicht mehr ständig in der Wohnung herumhängen. Und über alle möglichen Katastrophen nachdenken.

Im Sorgenmachen ist Majken nämlich ganz groß. Egal, ob es um die Kunststoffabfälle in den Meeren geht oder die Gefahr, Hautkrebs zu bekommen. Wenn ihre Mutter ohne Helm Fahrrad fährt, dreht die Tochter durch. Hähnchen, Schweinefleisch, Rindfleisch: All das kommt bei ihr nicht auf den Teller, weil Tiere leiden müssen. Nicht zu vergessen die Sorge vor Amokläufen - und natürlich würde Majken niemals in ein Flugzeug steigen. Sie hält die meisten Menschen für Idioten und unseren Planeten für unrettbar verloren.

Irgendwann merkt Majken, dass Schlampers lange Schlappohren unglaublich weich sind und wie gut er darin ist, Mama zu trösten, wenn die nachts nicht schlafen kann. Und Majken lernt Maja kennen. Die alte Frau schafft es, die Ängste des Mädchens zu verscheuchen, jedenfalls ein bisschen.

Die Heldin in dem Buch „Tausend Sorgen sind zu viel für einen Tag“ kann unglaublich stur sein. Du wirst sie mögen und schließlich herausfinden, warum Majken so geworden ist, wie sie ist. Am Ende schöpft sie sogar ein wenig Hoffnung, dass die Welt sich trotz aller Schrecklichkeiten weiterdrehen wird.

Cilla Jackert, „Tausend Sorgen sind zu viel für einen Tag“. Ab 11 Jahren. 144 Seiten. 10,99 Euro.Verlag: Carlsen.

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erstellt am 08.Mär.2017 | 01:58 Uhr

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