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Kindernachrichten

28. März 2017 | 00:32 Uhr

Weltall : Wie die Erde sich dreht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nur wenige Menschen können ins Weltall fliegen. Fachleute haben unseren Planeten deswegen originalgetreu nachgebaut und ausgestellt.

Hast du dir mal gewünscht, Astronaut zu sein und die Erde von außen betrachten zu können? Einfach mal zu sehen, wie die Länder, Meere und Wolken von oben aussehen! Astronaut zu werden, schaffen nur wenige.

Wissenschaftler, Künstler und Techniker haben aber ein Modell der Erde gebaut. Diese Erdkugel hängt zurzeit in einer Ausstellung im Gasometer in Oberhausen. Die Stadt liegt in Nordrhein-Westfalen.

Wir haben uns die große Kugel angeschaut. Für einen kurzen Moment ist es in der Halle nur dunkel und kalt. Doch nach dem Treppenaufstieg bietet sich ein überwältigender Anblick: Langsam und still dreht sich unser Planet Erde hoch oben unter der schwarzen, gewaltigen Decke.

Die Kugel ist sehr groß. Sie hat einen Durchmesser von 20 Metern. Das ist so hoch und breit, als würden sich etwa zwölf Erwachsene übereinander stellen. Von unten sieht es aus, als würde die Erdkugel schweben. Auf den Stufen in der runden Halle liegen Sitzsäcke. Darauf haben es sich Besucher bequem gemacht, um in Ruhe das Schauspiel der Welt zu betrachten. „Unser Ziel war, den Menschen die Schönheit der Erde zu zeigen“, sagt Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Er hat das Modell mitgestaltet. Tatsächlich sind darauf echte Bilder von der Erde zu sehen.

Sie zeigen weiße Wolkenschwaden, die sich zusammenbrauen und wieder auflösen. Die Nacht schiebt sich wie ein Schatten über den Tag und verschwindet wieder. Selbst die Veränderungen der Jahreszeiten sind zu erkennen, wenn man lang genug hinschaut.

Diese Bilder nahmen Satelliten im Weltall auf. Techniker verarbeiteten sie dann aufwendig mit besonderen Computern. Diese Aufnahmen werden nun von zwölf Projektoren kugelrunden Ballon gestrahlt. Er hängt eigentlich still. Aber die Bilder zeigen, wie unsere Erde sich dreht.

Mit einem Fahrstuhl aus Glas können die Besucher weit nach oben fahren. Die Erde sieht dann aus, als steuere man mit einem Raumschiff darauf zu. „So haben die Astronauten die Erde gesehen, als sie vor fast 40 Jahren auf dem Weg zum Mond waren“, vermutet Jeanette Schmitz, die Chefin des Gasometers. Heute sähen die Astronauten von der Raumstation ISS immer nur einen Ausschnitt der Erde, sagt Jeanette Schmitz.

.Weil sie zu nah dran seien und nur von etwa 400 Kilometern Entfernung aus auf die Erde blickten. Der Mond ist viel weiter entfernt. In der Halle in Oberhausen aber ist die ganze Erde in ihrer Schönheit zu sehen.

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erstellt am 12.Mär.2017 | 18:09 Uhr

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